Serbisches Bischofskonzil zeigte sich besorgt über die Lage im Kosovo

Im Rahmen des mehrtägigen Konzils unter Vorsitz von Patriarch Porfirije fanden Beratungen und mehrere Gottesdienste statt. Foto: Patriarchat
Das Heilige Konzil der Bischöfe der Serbisch-Orthodoxen Kirche hat sich bei seiner Sitzung vom 13. bis 19. Mai 2026 in Belgrad mit zentralen kirchlichen und gesellschaftlichen Fragen befasst. Im Mittelpunkt standen dabei u. a. die Lage im Kosovo, die Weiterentwicklung kirchlicher Bildungsstrukturen, eine personelle Entscheidung in der Diözese Žiča sowie grundlegende Worte des Patriarchen zur kirchlichen Ordnung, wie das Patriarchat auf seiner Webseite mitteilte.
Mit großer Sorge blickte das Konzil auf die Situation im Kosovo und in Metochien. Es bekräftigte seine fortdauernde Verantwortung für Gläubige, Klerus und kirchliches Erbe in der Region und warnte vor den Folgen politischer Maßnahmen, die das Funktionieren von Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen gefährden könnten. Zugleich unterstrich es die Bedeutung der dortigen Klöster und Heiligtümer als lebendige Zentren des geistlichen Lebens und sicherte der Diözese Raška-Prizren weiterhin volle Unterstützung zu.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der kirchlichen Bildung. Das Konzil befasste sich intensiv mit Reformen theologischer Studiengänge und hob insbesondere die geplante Gründung einer kirchlichen Universität „Heiliger Sava“ hervor. Diese soll als Ausdruck kirchlicher Verantwortung im Bildungsbereich dienen und an die historische Rolle der Kirche als Trägerin von Bildung und Erziehung anknüpfen.
In personeller Hinsicht beschloss das Konzil die Absetzung von Metropolit Justin als Leiter der Diözese Žiča. Ziel dieser Maßnahme sei die Wiederherstellung der kirchenrechtlichen Ordnung in der betroffenen Diözese nach eingehender Prüfung der dortigen Verhältnisse.
Zu Beginn der Beratungen hatte Patriarch Porfirije die Bedeutung von Ordnung, Verantwortung und geistlicher Freiheit innerhalb der Kirche hervorgehoben. Er warnte vor äußeren Einflüssen und medialen Spannungen und betonte, dass Entscheidungen des Konzils in Besonnenheit, im Geist der kirchlichen Tradition und zum Wohl der Einheit getroffen werden müssten.
Die UOJ berichtete zuvor, dass serbische Bischöfe die Verfolgung der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche anprangerten.
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