Gebeine eines im 2. Weltkrieg gefallenen orthodoxen Christen kehren nach 82 Jahren in Heimat zurück

Die Familie heißt den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Gefreiten der US-Armee John A. Walko zu Hause willkommen. Foto: Kevin Gaydosh

Nachdem er mehr als acht Jahrzehnte lang als vermisst im Zweiten Weltkrieg geführt wurde, kehrte der Gefreite der US-Armee John A. Walko aus Indiana County, Pennsylvania, am 15. Mai 2026 am Pittsburgh International Airport nach Hause zurück, nachdem seine sterblichen Überreste von der Defense POW/MIA Accounting Agency identifiziert worden waren. Am 20. Mai 2026 findet in der Christ Our Saviour Orthodox Church (ROKA) eine Trauerfeier statt, gefolgt von einer orthodox-christlichen Beisetzung.

Walko, gebürtig aus Commodore, fiel am 20. Oktober 1944 während der Schlacht um Aachen im Dienst in der Kompanie C, Bataillon 1, Infanterieregiment 26, Infanteriedivision 1. Der 20-jährige Soldat war als Bote tätig und übermittelte inmitten heftiger Straßenkämpfe Nachrichten zwischen den Einheiten, als deutscher Mörserbeschuss die Stellung seines Zuges traf.

John A. Walko ist rechts neben seinem Bruder George abgebildet, der den Krieg überlebte und ein erfülltes Leben führte. George benannte seinen ersten Sohn nach seinem Bruder John. Foto: Kevin Gaydosh

Obwohl man davon ausging, dass seine sterblichen Überreste nach der Schlacht geborgen worden waren, wurden sie nie offiziell identifiziert, und 1951 wurde er für unauffindbar erklärt. Sein Name wurde später auf der Liste der Vermissten auf dem Netherlands American Cemetery verzeichnet.

Erneute Ermittlungsarbeiten und Fortschritte in der Forensik führten schließlich im Jahr 2025 zur Identifizierung von Walko und brachten den hinterbliebenen Familienangehörigen den lang ersehnten Abschluss.

Die Familie spricht mit den lokalen Medien, nachdem Walkos Leichnam am Pittsburgh International Airport nach Hause überführt wurde. Foto: Kevin Gaydosh

„Dies ist ein feierlicher Moment der Ehre für unsere Familie“, sagte seine Nichte Holly Gaydosh. „Seit Generationen tragen wir seine Erinnerung in uns. Jetzt, nach 82 Jahren, kommt er endlich nach Hause.“

Walko wird nach der Trauerfeier in der Christ Our Savior Orthodox Church neben seinen Eltern auf dem Oakland Cemetery in Indiana, Pennsylvania, beigesetzt. In Anerkennung seiner Verdienste und Opfer werden ihm die vollen militärischen Ehren zuteil.

Zu seinen militärischen Auszeichnungen zählen die Bronze Star Medal, das Purple Heart und das Combat Infantryman Badge.

Als eines von sieben Kindern von Einwanderern wurde Walko am 8. November 1923 geboren. Er war Eagle Scout, Absolvent der Green Township High School und engagierte sich in der Zivilverteidigung, bevor er im Juli 1943 im Alter von 19 Jahren zur US-Armee eingezogen wurde.

Trauerfeier

Datum: Dienstag, 19. Mai 2026

Ort: Rairigh-Bence Funeral Home & Crematory
965 Philadelphia Street, Indiana, Pa.

Angaben zur Wiederbestattung

Datum: Mittwoch, 20. Mai 2026

Trauerfeier: 10 Uhr in der Christ Our Savior Orthodox Church
Rt. 286 & Tanoma Road (zwischen Indiana und Clymer, Pa.)

Beisetzung: (unmittelbar nach dem Gottesdienst)
Oakland Cemetery
845 Rose Street, Indiana, Pa.

Ehrenbezeugungen: Vollständige militärische Ehren

Anstelle von Blumen bittet die Familie um Spenden im Namen von PFC John A. Walko an: Christ Our Savior Orthodox Church.

Lesen Sie auch

Tausende gewaltbereite Islamisten stellten Behörden vor große Herausforderungen

Nach dem CSD-Anschlag wies ein Experte darauf hin, dass allein in Berlin 900 gewaltbereite Islamisten von Polizei und Verfassungsschutz kaum vollständig zu überwachen seien.

Äußerungen bei Gedenkfeier nach Anschlag auf Berliner CSD sorgten für Empörung

Eine Rede während der Trauerfeier für die Opfer des Anschlags hat bundesweit Kritik ausgelöst. Die Organisatoren distanzierten sich von den umstrittenen Aussagen.

Ukrainische SOK-Gemeinde in Bosnien beging Fest des heiligen Wladimir

In der Kirche der Fürbitte der Heiligen Mutter Gottes wurde der Gemeinde ein Reliquienfragment des heiligen Märtyrers Wladimir überreicht.

Bischof Hiob besuchte Sommerschule für Kirchenmusik in Köln

Der Stuttgarter Hierarch hielt einen Vortrag, stand den Gottesdiensten vor und tauschte sich mit Studierenden und Dozenten der ROKA-Musikschule aus.

Antiochenische Delegation beriet in Moskau mit der ROK über Zusammenarbeit

Metropolit Antonij von Wolokolamsk und eine Delegation aus dem Libanon erörterten humanitäre Projekte, interorthodoxe Beziehungen und die Lage der Christen im Nahen Osten.

65-Jähriger in Würzburg wegen Israel-Anstecker schwer verletzt

Die Generalstaatsanwaltschaft München ermittelt wegen versuchten Mordes und prüft ein antisemitisches Tatmotiv.