Kirchliches Gymnasium von Erzb. Anastasios in Albanien geschlossen

Das kirchliche Gymnasium „Heiliges Kreuz“ in Gjirokastra. Foto: Facebook-Seite der albanischen Kirche

Die albanische Regierung hat dem kirchlichen Gymnasium „Heiliges Kreuz“ in Gjirokastra die Lizenz entzogen. Den entsprechenden Erlass unterzeichnete Premierminister Edi Rama auf Vorschlag der Bildungsministerin Mirela Kumbaro, wie die Orthodoxia News Agency berichtet. Die Behörden begründeten die Schließung der Bildungseinrichtung mit der Anwendung der Verfassung und des Gesetzes über die voruniversitäre Bildung. Dieser Erlass hebt den Beschluss vom 10. Juni 1999 auf, der der Schule das Recht auf Betrieb erteilt hatte.

Das Gymnasium nahm im September 1998 auf Initiative Seiner Seligkeit Anastasios, Erzbischof von Tirana und ganz Albanien, seinen Betrieb auf. Die Bildungseinrichtung sorgte für die Ausbildung und Erziehung der Jugend in orthodoxen Traditionen. Die Schule bereitete Abiturienten auf die Aufnahme an der theologischen Akademie „Auferstehung Christi“ in Durrës vor. Das Gebäude des Lyzeums ist Eigentum der Kirche und wurde vom Erzbischof unter Beibehaltung der traditionellen Architektur vollständig restauriert.

Die Schulleitung wurde aufgefordert, innerhalb von drei Tagen die Unterlagen für die Versetzung der Schüler an staatliche Schulen vorzubereiten. Außerdem muss die Schule den Eltern die Gebühren für den nicht abgeschlossenen Schulzeitraum zurückerstatten. Die Schule verfügt über moderne Computerräume, eine Bibliothek, Labore und eine eigene Kapelle. Für orthodoxe Familien und die griechische Minderheit in der Region war das Lyzeum viele Jahre lang ein wichtiges Zentrum der geistlichen Bildung.

Eine offizielle Erklärung der albanisch-orthodoxen Kirche präzisiert den Charakter dieser Entscheidung. Der Erlass wurde als administrative Antwort auf eine Anfrage der Bildungseinrichtung selbst bezeichnet. Vertreter der Kirche betonten, dass die Schule von 1998 bis 2025 ununterbrochen tätig war. Dabei wird die Bildungsarbeit der Kirche über andere Einrichtungen im ganzen Land fortgesetzt.

Zuvor hatte die UOJ die Ansprache des Erzbischofs Ioannis über Glaube, Angst und Gebet mitgeteilt.

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