Suche nach dem „Wasser der Weisheit“: Predigt über Glaubensweg und Ausdauer

Diakon Igor Willimowski während seiner Predigt in der St.-Barbara-Kirche in Krefeld.

Am Sonntag der Samariterin, dem 10. Mai 2026, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld über die geistliche Suche des Menschen nach Erfüllung und Erlösung im Licht der Begegnung Christi mit der Samariterin ( Joh 4,5–42 ). Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal .

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Samariterin am Jakobsbrunnen stellte der Prediger die existenzielle Suche des Menschen in den Mittelpunkt. Die Frau, deren Leben von Brüchen und unerfüllten Beziehungen geprägt sei, erscheine zugleich als Sinnbild für die Sehnsucht nach Wahrheit und Heil. Erst in der Begegnung mit Christus erkenne sie den „Erretter“ und nehme das „Wasser der Weisheit“ an, das zum ewigen Leben führe.

Diese Erfahrung, so Diakon Igor Willimowski , finde sich auch im Leben heutiger Gläubiger wieder. Menschen suchen zunächst Erfüllung in zwischenmenschlichen Beziehungen und im irdischen Leben, stellt jedoch oft fest, dass diese nicht erfüllt sind. Daraus erwuchs eine tiefere Suche nach dem Sinn über das Sichtbare hinaus – eine Suche, die Geduld, Offenheit und Ausdauer erfordere.

Besonders hob der Diakon die anfängliche Begeisterung hervor, die viele Gläubige nach ihrer Hinwendung zur Kirche empfänden. Dieses „Feuer“ gelte es jedoch zu bewahren und zu vertiefen. Entscheidend sind die Beständigkeit im Gebet, die regelmäßige Teilnahme am Gottesdienst, das Fasten sowie die bewusste Ausrichtung des Lebens auf Gott. Der geistliche Weg sei kein kurzfristiger „Sprint“, sondern ein lebenslanger Prozess, vergleichbar mit einem Marathon.

Zentrale Kraftquelle auf diesem Weg sei die Eucharistie. Die regelmäßige Kommunion, verbunden mit Beichte und innerer Reinigung, Stärke den Menschen und erneuere seine Verbindung zu Christus. Abschließend rief das Geistliche dazu auf, sich an der Samariterin zu orientieren, Christus als Quelle des „lebendigen Wassers“ anzunehmen und den eingeschlagenen Glaubensweg konsequent weiterzugehen.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Schio neuer Patriarch von Georgien ist.

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