Patriarch Daniil: Selbstverleugnung führt zur Auferstehung

Patriarch Daniil predigte in der Kirche „St. Nikolaus der Wundertäter“ in Dragovishtitsa über Selbstverleugnung und das Vorbild des heiligen Nikolaus. Foto: Patriarchat

Am 9. Mai 2026 hat der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil die Göttliche Liturgie zum Gedenktag des heiligen Nikolaus von Myra in der Kirche „St. Nikolaus der Wundertäter“ im Dorf Dragovishtitsa geleitet. Der Feiertag erinnert an die Übertragung der Reliquien des Heiligen im Jahr 1087 von Myra nach Bari, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Im Mittelpunkt der Feier stand die Predigt des Patriarchen, in der er den Weg der Erlösung als Weg der Selbstverleugnung deutete. Christus selbst habe nicht seinen eigenen Willen gesucht, sondern den Willen des Vaters erfüllt. Trotz der Angst vor dem Leiden habe er im Gehorsam und aus Liebe zu den Menschen ausgeharrt. „Der Weg der Selbstverleugnung, auch wenn er durch Leiden führt, mündet in die Auferstehung“, betonte Patriarch Daniil.

Als lebendiges Beispiel für ein solches Leben stellte der Patriarch den heiligen Nikolaus vor. Dessen Wirken übertreffe bis heute alle schriftlichen Berichte über sein Leben. Berufung, tiefer Glaube und Liebe zu Christus hätten ihn befähigt, Hunger zu lindern, Unschuldige zu retten und zahlreiche Wunder zu wirken. Diese Heiligen seien auch heute Vorbilder in einer Zeit, in der der Glaube vielfach bedroht sei.

Patriarch Daniil rief die Gläubigen dazu auf, Buße zu tun, im Gebet zu wachsen und regelmäßig am kirchlichen Leben teilzunehmen. Wer so lebe, könnte den „Verblendungen der Welt“ widerstehen. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Schio neuer Patriarch von Georgien ist.

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