USA: Christliches Mobilfunknetz filtert nach religiösen Maßstäben

Neues Mobilfunkangebot in den USA setzt auf umfassende Inhaltsfilterung. Foto: freepik.com

Ein neues Mobilfunkangebot in den Vereinigten Staaten sorgt für Aufmerksamkeit: Der Anbieter Radiant Mobile filtert Inhalte bereits auf Netzwerkebene und will damit insbesondere LGBT-Themen und Pornografie ausblenden. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net am 9. Mai 2026.

Das Mobilfunknetz des US-Unternehmens Radiant Mobile hat am 5. Mai seinen Betrieb aufgenommen. Das Angebot richtet sich gezielt an christliche Familien und verspricht eine „Jesus-zentrierte“ digitale Umgebung. Inhalte, die nach Auffassung der Betreiber nicht mit traditionellen christlichen Werten vereinbar sind, sollen automatisch blockiert werden. Grundlage dafür ist die Infrastruktur des US-Anbieters T-Mobile, über die Radiant Mobile seine Dienste technisch abwickelt.

Initiator des Projekts ist Paul Fisher, der nach eigenen Angaben ein „sauberes“ digitales Ökosystem schaffen will. Neben pornografischen Inhalten werden auch Webseiten zu LGBT- und Transgender-Themen gefiltert. Technisch umgesetzt wird dies durch Filterlösungen des israelischen Unternehmens Allot, das Internetinhalte in zahlreiche Kategorien einteilt und entsprechend sperrt.

Das Unternehmen verweist zudem auf weitere Schutzmechanismen: Auch Inhalte zu Drogen oder Selbstverletzung können blockiert werden. Ein standardmäßig aktivierter Filter für „Sexualität“ entfernt nach Angaben der Betreiber gezielt genderbezogene Inhalte. Als Beispiel wird angeführt, dass allgemeine Webseiten – etwa von Universitäten – zugänglich bleiben, während spezifische Unterseiten mit LGBT-Bezug gesperrt werden.

Mitbegründer Chris Klimis begründet das Projekt mit einer „Pornografie-Krise“ innerhalb christlicher Gemeinden. Interne Umfragen hätten gezeigt, dass viele Geistliche selbst entsprechende Erfahrungen gemacht hätten. Das Angebot kostet monatlich rund 30 US-Dollar. Perspektivisch plant das Unternehmen eine Expansion in weitere Länder sowie finanzielle Unterstützung für Kirchengemeinden, die den Dienst nutzen. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass das serbische Patriarchat und die serbische Regierung ein Memorandum zur Gründung der St.-Sava-Universität in Belgrad unterzeichnet haben.

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