Projekt stärkt rumänisch-orthodoxe Diaspora in Deutschland

Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Schwabach baut ihre kirchliche und kulturelle Präsenz im Rahmen eines staatlich geförderten Projekts weiter aus. Dazu gehört auch die Ausgestaltung des Kirchenraums.
Die rumänisch-orthodoxe Gemeinde „Hl. Calinic von Cernica“ in Schwabach bei Nürnberg führt im Jahr 2026 die vierte Auflage des Projekts „Geben und Nehmen“ durch. Das Vorhaben wird vom rumänischen Ministerium für die Rumänen im Ausland mit umgerechnet rund 45.000 Euro gefördert. Ziel ist die Stärkung der ethnischen, kulturellen, religiösen und sprachlichen Identität der rumänischen Diaspora. Darüber berichtete die rumänisch-orthodoxe Erzdiözese von Deutschland, Luxemburg und Österreich am 7. Mai 2026 auf ihrer Webseite.
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Umgestaltung einer katholischen Kirche in ein orthodoxes Gotteshaus. Geplant sind umfangreiche Innenmalereien nach den ikonografischen Vorgaben der rumänisch-orthodoxen Tradition. Die Arbeiten werden von der Künstlerin Camelia Munteanu geleitet, einer Schülerin des bekannten Kirchenmalers Grigore Popescu.
Darüber hinaus setzt das Projekt auf den Ausbau von Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft. Ziel ist es, die Gemeinde stärker für die lokale Bevölkerung zu öffnen und den interkulturellen sowie interreligiösen Dialog zu fördern. Das Projekt versteht sich dabei auch als Modell für gelungene Zusammenarbeit in einem multikulturellen Umfeld.
Zu den Projektpartnern zählen unter anderem die rumänisch-orthodoxe Kirche „Geburt der Jungfrau Maria“ in Bayreuth, die Gemeinde in Aschaffenburg sowie der Verein ArtValores aus Spanien. Nutznießer sind vor allem Mitglieder der rumänischen Gemeinschaft in Schwabach.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der Verlag Hagia Sophia die erste orthodoxe Bibelübersetzung auf Deutsch verlegt.
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