Pfarrersfrauen als tragende Säule des Gemeindelebens gewürdigt

Nürnberg war Austragungsort der Diözesanversammlung mit erstmaliger offizieller Beteiligung des Vereins der Pfarrersfrauen.

Bei der 30. Diözesanversammlung der rumänisch-orthodoxen Erzdiözese für Deutschland, Österreich und Luxemburg ist erstmals der Verein „Maria Stăniloae“ der Pfarrersfrauen offiziell im Plenum präsentiert worden. Die Teilnahme der Ehefrauen der Geistlichen wurde dabei als wichtiger Beitrag zum kirchlichen Leben hervorgehoben, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.

Im Rahmen der Versammlung in der Nürnberger Kathedrale, die von Metropolit Serafim eröffnet wurde und einem Te Deum unter Leitung von Bischof Sofian von Kronstadt folgte, betonten die Verantwortlichen die gemeinschaftliche Dimension von Kirche. Die verstärkte Präsenz der Pfarrersfrauen unterstrich, dass Seelsorge und Gemeindearbeit nicht allein am Altar stattfinden, sondern wesentlich durch familiäre und soziale Unterstützung getragen werden.

Im Mittelpunkt stand der Tätigkeitsbericht des 2022 gegründeten Vereins „Maria Stăniloae“, der seither als Plattform für Austausch, geistliches Wachstum und Weiterbildung dient. Neben regelmäßigen Treffen im deutschsprachigen Raum wurden auch digitale Formate etabliert, um die Vernetzung der Priesterfamilien in der Diaspora zu stärken und Isolation entgegenzuwirken. Thematisch reichen die Aktivitäten von Katechese und karitativer Arbeit bis hin zu Fragen der persönlichen Berufung und der Vereinbarkeit von Familie und Gemeindedienst.

Die offizielle Einbindung des Vereins wurde von vielen Teilnehmerinnen als Zeichen der Anerkennung gewertet. Zugleich wurde deutlich, dass die oft im Hintergrund wirkenden Pfarrersfrauen eine zentrale Rolle für Stabilität, Gemeinschaft und spirituelles Leben in den Gemeinden spielen. Die Versammlung stellte damit nicht nur organisatorische Weichen, sondern setzte auch ein sichtbares Signal für die Wertschätzung dieser bislang wenig beachteten Aufgabe innerhalb der Kirche.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Konstantin Anikin in einer Predigt den Egoismus als die Lähmung der heutigen Zeit beschrieb.

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