Bundestag: Klöckner hält an Verbot der Regenbogenflagge zum CSD fest
Das Reichstagsgebäude in Berlin bleibt zum Christopher Street Day ohne Regenbogenflagge – eine Entscheidung, die weiterhin für politische Debatten sorgt. Foto: Jörg Braukmann/Wikipedia
Die Präsidentin des Deutscher Bundestag, Julia Klöckner (CDU), bleibt bei ihrer Entscheidung, die Regenbogenflagge nicht zum Christopher Street Day (CSD) auf dem Reichstagsgebäude zu zeigen. Stattdessen soll sie weiterhin nur an einem festen Gedenktag gehisst werden. Darüber berichtete die Frankfurter Rundschau am 4. Mai 2026.
Klöckner bestätigte, dass die Regenbogenflagge auch 2026 nicht während des Berliner Christopher Street Days (CSD) auf dem Reichstagsgebäude wehen wird. Wie bereits im Vorjahr sei der 17. Mai – der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit – der einzige Anlass für das Hissen. Sie begründete dies mit einem „klaren parlamentarischen Anlass“, der auf einen Bundestagsbeschluss zur Rehabilitierung homosexueller NS-Opfer aus dem Jahr 2002 zurückgehe.
Darüber hinaus betonte Klöckner, dass am Bundestag grundsätzlich die Europa- sowie die deutsche Nationalflagge im Vordergrund stehen sollten. Diese stünden für die Werte des Grundgesetzes, einschließlich Freiheit, Gleichheit und sexueller Selbstbestimmung. Eine Ausweitung auf weitere Anlässe lehnte sie ab. Der Berliner CSD findet in diesem Jahr am 24. und 25. Juli statt.
Die Entscheidung bleibt politisch umstritten. Vertreter von Grünen und Linken hatten bereits im vergangenen Jahr protestiert, unter anderem mit sichtbaren Symbolen im Parlament und Aktionen vor dem Reichstagsgebäude. Auch die Einschränkung politischer Symbole im Bundestag – etwa Kleidung, Sticker oder Botschaften auf Laptops – sorgt unter ihnen für Kritik.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Konstantin Anikin den Egoismus als die Lähmung der heutigen Zeit beschrieb.
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