Französisches Fernsehen verglich das christliche Kreuz mit Nazi-Symbolik
Ein Kreuz mit der Aufschrift „Sei gegrüßt, Christus König“, aufgestellt auf einem Hügel bei Nizza. Foto: tribune chrétienne
Am 22. April 2026 zeigte der französische Fernsehsender M6 einen Beitrag, in dem christliche Kreuze mit neonazistischer Symbolik verglichen wurden, was heftige Kritik auslöste, berichtet die Tribune Chrétienne.
Es handelt sich um Kreuze, die auf dem Hügel Baou de Sainte-Jeanne in der Nähe von Nizza aufgestellt wurden. Auf ihnen stand die Aufschrift „Ave Christus Rex“ („Sei gegrüßt, Christus König“). In den letzten Wochen tauchten dort zwei Kreuze auf: Das erste wurde offiziell entfernt – das zweite wurde später abgesägt. Der Vorfall löste eine Debatte über die Rechtmäßigkeit ihrer Aufstellung aus.
Der Hügel gehört zu einem Naturschutzgebiet, in dem Beschränkungen für jegliche eigenmächtige Bauten gelten. Zudem regelt das französische Gesetz zur Laizität die Anbringung religiöser Symbole in öffentlichen Räumen – daher warf die Aufstellung der Kreuze ohne Genehmigung Fragen auf.
Der Skandal entbrannte, nachdem in einem Fernsehbeitrag die Kreuze mit neonazistischen Aufklebern und Schriftzügen verglichen wurden, die zuvor in diesem Viertel festgestellt worden waren. Als Beispiel wurde der Slogan „Nizza ist Deutschland“ genannt. Solche Schriftzüge werden von rechtsextremen Gruppen als provokatives Symbol verwendet – mit Bezug auf die nationalsozialistische Ideologie und die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs.
Dieser Vergleich wurde von einem als Gast eingeladenen Soziologen in der Sendung geäußert, der die Kreuze als Teil einer ideologischen Symbolik darstellte. Gerade diese Interpretation löste die größte Empörung aus. Kritiker erklärten, dass solche Parallelen unzulässig seien, da das christliche Kreuz ein religiöses Symbol sei, während solche Parolen mit extremistischer Ideologie in Verbindung stünden.
In der Gesellschaft gingen die Meinungen auseinander – die einen betrachten das Aufstellen der Kreuze als Provokation und Gesetzesverstoß, andere verurteilen deren Zerstörung als Akt des Vandalismus. Dabei wird betont, dass die Diskussion solcher Fragen nicht dazu führen darf, christliche Symbolik mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass laut einer Studie in Frankreich alle 15 Tage eine Kirche zerstört werde.
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