Priester Dr. Dragiša Jerkić predigte über Glauben, Frieden und Erneuerung

Die Begegnung des auferstandenen Christus mit dem zweifelnden Thomas stand im Mittelpunkt der Predigt von Priester Dr. Dragiša Jerkić über Glauben und Vertrauen. Archivfoto: Gemeinde

Am Thomas-Sonntag, dem 19. April 2026, predigte Priester Dr. Dragiša Jerkić in der serbisch-orthodoxen Gemeinde München. Er sprach über die Bedeutung der Auferstehung Christi als Quelle von Hoffnung, Frieden und neuer Existenz im Glauben – auch angesichts von Zweifel und menschlicher Schwäche. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.

Im Zentrum der Predigt stand der österliche Gruß „Christus ist auferstanden“, den Priester Dr. Dragiša Jerkić als umfassende Botschaft verstand: Er enthalte Trost über den Tod hinaus, die Gewissheit des Sieges über das Böse sowie die Hoffnung auf einen tieferen Sinn des Lebens. Zugleich betonte der Priester die menschliche Unvollkommenheit – Verrat, Angst und Versagen gehörten zur Realität der Gläubigen, wie bereits bei den Aposteln.

Anhand des Evangeliums nach Johannes (20,19–31) schilderte der Geistliche die Begegnung des auferstandenen Christus mit seinen Jüngern. Besonders hob er hervor, dass Christus seine Wunden zeigt, um die Realität seines Leidens und seiner Auferstehung zu bezeugen. Gleichzeitig sende er die Apostel aus und schenke ihnen durch den Heiligen Geist neues Leben und eine klare Berufung.

Ein besonderer Fokus lag auf der Figur des Apostels Thomas. Dessen Zweifel werde von Christus nicht verurteilt, sondern ernst genommen. Durch die persönliche Begegnung finde Thomas zum Glauben. Daraus leitete der Priester ab, dass der Glaube nicht erzwungen werde, sondern aus freier Annahme und innerer Erkenntnis wachse.

Abschließend unterstrich er, dass echter Glaube aus dem Frieden hervorgehe, den Christus schenke. Dieser Frieden ermögliche Vertrauen und öffne den Blick für die unsichtbare Wirklichkeit Gottes. Die Auferstehung sei daher nicht nur ein historisches Ereignis, sondern eine lebendige Einladung, Angst zu überwinden und Hoffnung zu finden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues Buch veröffentlicht, das 180 verheiratete Heilige als Vorbilder eines geistlichen Lebens in der Ehe vorstellt.

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