Gewalt gegen Lehrkräfte in Deutschland auf Rekordniveau
Zunehmende Gewaltvorfälle belasten Lehrkräfte und Schulen in Deutschland zunehmend. Foto: Freepik
Die Gewalt gegen Lehrkräfte in Deutschland hat laut aktueller Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik einen neuen Höchststand erreicht. Schulen berichten von wachsender Belastung und zunehmenden Sicherheitsproblemen, wie das Nachrichtenportal „Welt“ am 10. April 2026 berichtete.
Im Jahr 2024 wurden bundesweit 1283 Fälle vorsätzlicher einfacher Körperverletzung gegen Lehrkräfte registriert – so viele wie noch nie zuvor. In den Jahren zwischen 2015 und 2023 lag die Zahl der gemeldeten Fälle deutlich niedriger und bewegte sich zwischen 717 und 1017. Der starke Rückgang im Jahr 2021 wird vor allem mit den Schulschließungen während der Corona-Pandemie erklärt.
Auch bei schwereren Delikten ist ein Anstieg zu verzeichnen. Die Zahl der sogenannten Gewaltkriminalität gegen Lehrkräfte – darunter schwere Körperverletzung, Raub oder Sexualdelikte – stieg von 268 Fällen im Jahr 2015 auf 557 Fälle im Jahr 2024. Lediglich in den Pandemiejahren 2020 und 2021 gab es einen leichten Rückgang.
Die Daten gehen aus einer Auswertung der Polizei hervor, die im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage zur Sicherheit im öffentlichen Dienst erstellt wurde. Erfasst werden dabei nur Straftaten, die in direktem Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit der Lehrkräfte stehen.
Auch aus den Schulen selbst kommen alarmierende Signale. In Berlin meldeten im Schuljahr 2024/2025 mehr als die Hälfte der teilnehmenden Schulen Vorfälle körperlicher Gewalt. Zudem wurden Bedrohungen, selbstverletzendes Verhalten von Schülern und Übergriffe auf Schulpersonal dokumentiert.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia ein neues Buch veröffentlicht, das 180 verheiratete Heilige als Vorbilder eines geistlichen Lebens in der Ehe vorstellt.
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