Osterbotschaft von Metropolit Serafim: „Suche den Frieden und jage ihm nach“
Die Osterbotschaft von Metropolit Serafim stellt die Auferstehung Christi als Quelle von Frieden, Hoffnung und geistlicher Erneuerung in den Mittelpunkt. Foto: doxologia.ro
In seiner Hirtenansprache zum Osterfest 2026 hebt Metropolit Serafim der rumänisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland, Mittel- und Nordeuropa die zentrale Bedeutung der Auferstehung Christi als Quelle von Frieden, Hoffnung und geistlicher Erneuerung hervor. Die Metropolie veröffentlichte den Text am 10. April 2026 auf ihrer Webseite.
Metropolit Serafim stellt die Auferstehung Jesu Christi als Sieg über Tod, Sünde und das Böse in den Mittelpunkt seiner Botschaft. Die Feier der Osterliturgie schenke den Gläubigen Kraft, Trost und geistliche Erneuerung. Wer sich im Gebet mit dem auferstandenen Christus verbinde, brauche selbst den Tod nicht zu fürchten. Gottesdienste erfüllten den Menschen mit „Gnade und Kraft der Auferstehung“ und stärkten ihn für die Herausforderungen des Lebens.
Anhand der biblischen Berichte erinnert der Metropolit an die Myrrhenträgerinnen, denen der auferstandene Christus zuerst begegnete, sowie an die Erscheinung vor den Aposteln mit dem Gruß „Friede sei mit euch“ (Joh 20,21–23). Diese Worte seien grundlegend für das christliche Leben und knüpften an die Botschaft der Engel bei der Geburt Christi an („Friede auf Erden“, Lk 2,14).
Ein besonderer Schwerpunkt der Ansprache liegt auf dem Frieden als zentralem christlichen Gut. Frieden bedeute sowohl innere Ruhe in Gott als auch Versöhnung unter den Menschen. Dieser sei durch Gebet („Betet ohne Unterlass“, 1 Thess 5,17), Vergebung und ein Leben in Demut zu bewahren. Der Metropolit warnt zugleich vor den zerstörerischen Kräften von Streit und Zwietracht, die dem Wirken des Teufels zugeschrieben werden.
Abschließend ruft Metropolit Serafim zur persönlichen Umkehr auf: Veränderung beginne beim Einzelnen. Unter Verweis auf die geistliche Tradition („Erwirbt Frieden, und Tausende um euch herum werden gerettet“) betont er, dass Demut, Geduld und das Tragen von Leiden Wege zu innerem Frieden seien. Die Gläubigen ermutigt er, im Geist von Psalm 33 zu leben: „Suche Frieden und jage ihm nach.“
Die UOJ berichtete zuvor, dass der rumänische Patriarch Daniel die Glaubensbotschaft der Auferstehung mit einem ethischen Auftrag verbindet.
Lesen Sie auch
Der reiche Jüngling und die „eiserne Mauer“ des Eigenwillens
Priester Matthias Fröse deutete das Evangelium als Aufruf, die Bindungen des eigenen Herzens zu erkennen und sich von Christus verwandeln zu lassen.
Erzbischof Tichon zelebrierte zum Festabschluss der Verklärung des Herrn
Der Administrator der Berliner Diözese feierte gemeinsam mit Geistlichen die Göttliche Liturgie und empfing eine Kindergartengruppe.
Bischof Hiob von Stuttgart traf Metropolit Antonius in Moskau
Der Vorsitzende des Außenamtes des Moskauer Patriarchats empfing den Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland zu einem Gespräch.
Bauarbeiten für rumänisch-orthodoxe Kirche in Düsseldorf haben begonnen
Nach der Weihe des Grundsteins im Mai starteten auf dem Grundstück am Werstener Feld nun die Fundamentarbeiten für den Kirchenneubau.
Erzbischof Tichon würdigte Erzbischof Longin zum 12. Todestag
Der Administrator der Berliner Diözese erinnerte an den langjährigen Leiter der russisch-orthodoxen Vertretung in Deutschland und dessen Aufruf zum Frieden.
Internationales Treffen der Orthodoxen Jugend kehrt nach Bukarest zurück
Rund 2.400 junge Orthodoxe aus Rumänien und der Diaspora werden Ende August zum ITO 2026 in der rumänischen Hauptstadt erwartet.