„Heute stehen wir an der Schwelle eines großen Geheimnisses“
Priester Dejan Ristić spendet den Gläubigen während der Palmsonntagsliturgie die heilige Kommunion.
Zum Palmsonntag hat die serbisch-orthodoxe Gemeinde der Begegnung des Herrn in Rosenheim am 5. April 2026 die Heilige Liturgie gefeiert. Im Mittelpunkt stand die Predigt von Priester Dejan Ristić über die geistliche Bedeutung des Einzugs Christi in Jerusalem und den Beginn der Karwoche, wie die serbische Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.
In seiner Predigt stellte Priester Dejan Ristić den Einzug Jesu Christi in Jerusalem als Beginn eines Weges dar, der von Freude über Leiden bis zur Auferstehung führt. Christus erscheine als König, dessen Herrschaft nicht auf äußerer Macht beruhe, sondern auf Freiheit, Liebe und freiwilliger Hingabe. Sein Ritt auf einem Esel offenbare ein zentrales Paradox des christlichen Glaubens: wahre Größe zeige sich in Demut und Dienst.
Besondere Aufmerksamkeit widmete der Geistliche den Kindern, die Christus als Erste erkennen. Ihre reine und freudige Antwort – das „Hosanna“ – sei Ausdruck einer unverfälschten Begegnung mit Gott. Auch die Zeichen des Palmsonntags deutete er symbolisch: abgelegte Kleider stünden für Hingabe des eigenen Lebens, Palmzweige für Sieg, erneuertes Leben und die Vorwegnahme der Auferstehung.
Im Rückblick auf die Auferweckung des Lazarus hob der Geistliche hervor, dass dieses Wunder die Überwindung des Todes und die Berufung des Menschen zum Leben in Christus offenbare. Der Palmsonntag führe diese Hoffnung weiter und leite zugleich in das Geheimnis des Leidens ein, das im Kreuz seinen Höhepunkt finde.
Christus gehe diesen Weg freiwillig, betonte der Prediger zum Palmsonntag, und verwandle durch sein Opfer Tod und Leid in einen Weg zum Leben. Daraus ergebe sich auch der Auftrag für die Gläubigen, Christus in Freude, Opfer und Hoffnung zu folgen. Die Feier mündete in den gemeinsamen Ruf „Hosanna“ und das Bekenntnis zur Auferstehung als Zentrum des Glaubens.
Die UOJ berichtete zuvor, dass orthodoxe Christen sich am Münchner Marsch fürs Leben am 18. April 2026 beteiligen werden und ein liturgisches Programm anbieten.
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