US-Außenministerium untersucht Sterbehilfe für spanisches Vergewaltigungsopfer

Noelia Castillo Ramos während eines Interviews in der Sendung „Y ahora Sonsoles“. Foto: Bildschirmaufnahme aus dem Interview

Das US-Außenministerium hat die amerikanische Botschaft in Madrid beauftragt, eine Untersuchung der Umstände der Sterbehilfe an der 25-jährigen Noelia Castillo, einem Opfer sexueller Gewalt, einzuleiten. Laut Berichten, die an die Medien durchgesickert sind, äußerten die US-Behörden „ernsthafte Besorgnis“ darüber, wie die spanischen Strafverfolgungsbehörden die Fälle von wiederholten Übergriffen und Gruppenvergewaltigungen der jungen Frau behandelt hatten, die ihrem tragischen Tod vorausgingen.

Im Außenministerium wurde betont, dass das Verfahren durchgeführt wurde, obwohl Berichte vorlagen, wonach Noelia in ihren letzten Stunden „Zweifel geäußert“ habe, diese Signale jedoch ignoriert worden seien. „Dieser Fall gibt Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Anwendung des Sterbehilfegesetzes in Spanien, insbesondere in Fällen, die mit psychiatrischen Zuständen und nicht-terminalen Leiden zusammenhängen.“

US-Beamte brachten die Tragödie zudem mit der liberalen Migrationspolitik Spaniens in Verbindung. In den USA wird vermutet, dass die Vergewaltiger von Castillo einen Migrationshintergrund hatten, und es wurde betont, dass „die Förderung massiver und illegaler Migration eine gefährliche Bedrohung für die Rechte und Freiheiten der Bürger darstellt“.

Die Reaktion aus Madrid ließ nicht lange auf sich warten: Die spanische Gesundheitsministerin Mónica García forderte Präsident Trump auf, sich „nicht mehr in die Angelegenheiten ihres Landes einzumischen“. Ihren Worten zufolge sei Spanien ein „seriöses Land“ mit einem soliden Gesundheitssystem, in dem Sterbehilfe streng reguliert und von den Gerichten gebilligt werde.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Noelia Castillo, die seit einem Selbstmordversuch im Jahr 2022 unterhalb der Gürtellinie gelähmt ist, von dem in Spanien verabschiedeten Gesetz über das „Recht auf Sterben“ Gebrauch gemacht hat. Das Mädchen war durch die Gewalt in einer staatlichen Einrichtung tief traumatisiert. Ihr Vater führte einen 18-monatigen Rechtsstreit, um die Sterbehilfe zu verhindern, doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies seine Berufung zurück.

Lesen Sie auch

Der reiche Jüngling und die „eiserne Mauer“ des Eigenwillens

Priester Matthias Fröse deutete das Evangelium als Aufruf, die Bindungen des eigenen Herzens zu erkennen und sich von Christus verwandeln zu lassen.

Erzbischof Tichon zelebrierte zum Festabschluss der Verklärung des Herrn

Der Administrator der Berliner Diözese feierte gemeinsam mit Geistlichen die Göttliche Liturgie und empfing eine Kindergartengruppe.

Bischof Hiob von Stuttgart traf Metropolit Antonius in Moskau

Der Vorsitzende des Außenamtes des Moskauer Patriarchats empfing den Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland zu einem Gespräch.

Bauarbeiten für rumänisch-orthodoxe Kirche in Düsseldorf haben begonnen

Nach der Weihe des Grundsteins im Mai starteten auf dem Grundstück am Werstener Feld nun die Fundamentarbeiten für den Kirchenneubau.

Erzbischof Tichon würdigte Erzbischof Longin zum 12. Todestag

Der Administrator der Berliner Diözese erinnerte an den langjährigen Leiter der russisch-orthodoxen Vertretung in Deutschland und dessen Aufruf zum Frieden.

Internationales Treffen der Orthodoxen Jugend kehrt nach Bukarest zurück

Rund 2.400 junge Orthodoxe aus Rumänien und der Diaspora werden Ende August zum ITO 2026 in der rumänischen Hauptstadt erwartet.