UEFA bestraft französischen Verein wegen Banner mit einer röm.-kath. Heiligen

Der Banner, auf dem Jeanne d’Arc abgebildet ist. Foto: greekcitytimes

Die Union der Europäischen Fußballverbände (UEFA) hat den französischen Verein LOSC Lille mit einer Geldstrafe von 83.000 Euro wegen eines Banners, auf dem die katholische Heilige Jeanne d’Arc dargestellt wurde, belegt. Dies berichtet die Greek City Times.

Der Vorfall ereignete sich während eines Spiels, als Fans ein Banner mit dem Bild der Heiligen entrollten, die in der römisch-katholischen Kirche verehrt wird und als Nationalheldin Frankreichs gilt. Die UEFA wertete dies als Verstoß gegen die Regeln, die das Zeigen religiöser, politischer oder ideologischer Symbole in Stadien verbieten.

Die Situation sorgte vor dem Hintergrund der jüngsten Entscheidung der UEFA, den serbischen Verein „Crvena Zvezda“ wegen eines Banners mit einer orthodoxen Ikone zu bestrafen, für zusätzliche Resonanz. Damals erklärten die Fans, es handele sich um einen Ausdruck des Glaubens und der kulturellen Identität und nicht um eine politische Botschaft.

Zwei Entscheidungen in Folge lösten Kritik unter Fans und Kommentatoren aus, wie die Zeitung berichtet, die in den Maßnahmen der Fußballfunktionäre eine Tendenz zur Einschränkung christlicher Symbolik sahen.

Gleichzeitig erklärt die UEFA, dass sie im Rahmen einheitlicher Regeln handle, die darauf abzielen, die „Neutralität“ der Stadien zu wahren und mögliche Konflikte zu verhindern.

Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass die Vorfälle mit den französischen und serbischen Vereinen die Debatte über die Grenzen der zulässigen Ausdrucksformen religiöser und kultureller Identität im europäischen Sport angeheizt haben.

Wie die UOJ in der Ukraine berichtete, fordern Ägypten und der Iran von der FIFA, das „Pride-Spiel“ zwischen ihren Nationalmannschaften abzusagen.

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