Regenbogenfahne am Altar: Mediale Aufmerksamkeit für „Queere Kirche“ in Köln

Queerer Gottesdienst zum Christopher Street Day in der St.-Johannes-Kirche in Köln-Deutz mit Regenbogenflaggen. Foto: EKIR

Die „Queere Kirche“ der Evangelischen Kirche im Rheinland in Köln sorgt international für Aufmerksamkeit in sozialen Medien. Auslöser ist unter anderem ein Instagram-Beitrag des christlichen Accounts „Christmediaofficial“ vom 25. März 2026, der die Kirche wegen ihrer offenen Unterstützung von LGBTQ-Lebensweisen kritisiert und eine Debatte über Theologie und kirchliche Identität ausgelöst hat.

Die Kölner Gemeinde versteht sich laut eigener Darstellung als „queer, jung und digital“ und möchte insbesondere queeren Menschen einen Raum bieten, ihren Glauben, ihre Liebe und Gemeinschaft zu leben. Ziel sei eine inklusive Kirche, in der Diskriminierung bekämpft, Vertrauen aufgebaut und Verletzungen geheilt werden. Die Gemeinde betont zudem intersektionale Ansätze und den Anspruch, Vielfalt innerhalb der Kirche zu fördern.

In sozialen Medien wird das Projekt jedoch auch kritisch gesehen. Kritiker werfen der Kirche vor, sich zu stark an gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen und sich von biblischer Lehre und traditioneller christlicher Moral zu entfernen. Besonders die öffentliche Darstellung mit LGBTQ-Symbolen und entsprechenden Veranstaltungen wird von konservativen Christen als problematisch bewertet.

Die Debatte zeigt erneut die Spannungen innerhalb der Kirchen in Deutschland über Fragen von Sexualethik, Bibelverständnis und kirchlicher Identität – Themen, die seit Jahren insbesondere in den evangelischen Landeskirchen kontrovers diskutiert werden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Konstantin Anikin in Berlin über Versuchung, Buße und die wahre Bedeutung der Fastenzeit predigte.

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