Armenische Gläubige versuchten, Pashinyan aus der Kirche zu vertreiben

Premierminister Pashinyan im Konflikt mit der Armenischen Kirche. Foto: AzerNews

In Jerewan kam es am 29. März zu einem Zwischenfall während eines Gottesdienstes, an dem auch Premierminister Nikol Pashinyan teilnahm. Nach Angaben der Behörden wurden insgesamt drei Personen festgenommen. Gegen sie wird wegen Rowdytums und der Einmischung in die rechtmäßige Tätigkeit eines Amtsträgers ermittelt. Darüber berichtete rbc.

Der Vorfall ereignete sich während der Liturgie zum Palmsonntag in der Kirche der Heiligen Anna. Beim Verlassen des Gotteshauses kam es zu Spannungen zwischen den anwesenden Gläubigen und dem Sicherheitspersonal. Berichten zufolge versuchten einige der armenischen Gläubigen, den Premierminister zu vertreiben, weil er Druck auf die Armenische Apostolische Kirche ausübt. Sicherheitskräfte griffen ein, während Pashinyan selbst zur Beruhigung aufrief. Teile des Geschehens wurden in sozialen Netzwerken verbreitet.

Der Zwischenfall steht im Zusammenhang mit länger anhaltenden Spannungen zwischen der Regierung und der Armenischen Apostolischen Kirche. Vertreter der Kirche haben die Politik der Regierung wiederholt kritisiert, insbesondere nach den Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Karabach-Konflikt. Beobachter sehen in dem Vorfall daher nicht nur ein isoliertes Ereignis, sondern Ausdruck eines breiteren Konflikts zwischen staatlicher Führung und kirchlichen Strukturen.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass ein Molotowcocktail auf Pro-Life-Marsch in Lissabon geworfen wurde.

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