Molotowcocktail auf Pro-Life-Marsch in Lissabon geworfen

Teilnehmer des „Marsches für das Leben“ am 21. März 2026 in Lissabon kurz vor dem Angriff.

Bei einem Pro-Life-Marsch in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon ist am 21. März 2026 ein Molotowcocktail in eine Menschenmenge geworfen worden. Der Brandsatz explodierte nicht, löste jedoch Panik unter den Teilnehmern aus. Polizei nahm den mutmaßlichen Täter fest, wie die katholische Webseite The Pillar berichtete.

Der Angriff ereignete sich am Samstag vor dem portugiesischen Parlamentsgebäude, als die Veranstaltung des „Marsches für das Leben“ gerade zu Ende ging. Der geworfene Molotowcocktail zündete nicht, dennoch kam es unter den Teilnehmern – darunter viele Familien mit Kindern – zu Angst und Schock. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Der mutmaßliche Täter wurde von Teilnehmern überwältigt und anschließend von der Polizei festgenommen. Laut Polizei handelt es sich um einen 39-jährigen Mann, der einer Aktivistengruppe angehören soll, die bereits bei anderen Demonstrationen Störungen verursacht habe. Er wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht und befindet sich weiterhin in Haft.

Kirchliche Vertreter verurteilten den Angriff scharf. Der römisch-katholische Patriarch von Lissabon, Erzbischof Rui Manuel Sousa Valério, erklärte, Gewalt sei „absolut inakzeptabel“, insbesondere wenn Familien und Kinder betroffen seien. Kein Akt der Gewalt könne das Zeugnis und die Hoffnung der Lebensschutzbewegung auslöschen.

Der „Marsch für das Leben“ fand am 21. März in mehreren Städten Portugals statt, die Hauptveranstaltung in Lissabon zog rund 4.000 Teilnehmer an. Sie setzten sich für den Schutz ungeborenen Lebens ein und sprachen sich gegen Sterbehilfe aus. Ein entsprechendes Gesetz ist zwar beschlossen, aber wegen rechtlicher Mängel bisher nicht in Kraft getreten.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Alexej Tereschenko in Hamburg über Liebe, Verantwortung und Familienleben sprach.

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