Zahl der Christen in Syrien ist laut Bericht um 80 % zurückgegangen

Die Kapelle des Heiligen Ananias in Damaskus, Syrien. Foto: Regnum

Im Februar 2026 wurde in Syrien ein erheblicher Rückgang der christlichen Bevölkerung seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 verzeichnet, wie aus einem Bericht des britischen Innenministeriums hervorgeht.

Den Daten zufolge lebten vor Beginn des Konflikts in Syrien etwa 2 bis 2,5 Millionen Christen, während ihre Zahl derzeit auf etwa 300.000 bis 579.000 geschätzt wird. Als Hauptgrund für diesen erheblichen Rückgang wird die Massenmigration vor dem Hintergrund des langwierigen Krieges genannt.

Es wird darauf hingewiesen, dass die christliche Bevölkerung Syriens verschiedene Konfessionen umfasst, darunter orthodoxe, katholische und protestantische Gemeinschaften. Ein Großteil der Gläubigen lebt in Damaskus und Umgebung sowie in einer Reihe anderer Regionen des Landes.

In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass Christen trotz der Zusicherungen der Behörden hinsichtlich ihrer Sicherheit weiterhin Bedrohungen ausgesetzt sind, darunter Übergriffe, Entführungen, Brandstiftung und Vandalismus. Dabei kann ein Teil dieser Vorfälle nicht nur mit der Religionszugehörigkeit, sondern auch mit der allgemein instabilen Lage zusammenhängen.

Nach dem Machtwechsel im Jahr 2024 bestehen unter Christen weiterhin Befürchtungen um ihre Sicherheit, trotz der ergriffenen Maßnahmen zur Verstärkung des Schutzes. In dem Dokument wird betont, dass Fälle von Gewalt nicht flächendeckend auftreten, sondern dass weiterhin vereinzelte Angriffe und Fälle von Diskriminierung verzeichnet werden.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Islamisten in Nigeria russisch-orthodoxe Gemeindemitglieder umgebracht.

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