Priester Konstantin Anikin: „Das Kreuz ist unsere letzte Rettung“
In der Berliner Gemeinde des Heiligen Isidor stand die Predigt am Sonntag der Kreuzverehrung im Zeichen der Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben.
Zum Sonntag der Kreuzverehrung (15. März 2026) predigte Priester Konstantin Anikin in der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Isidor zu Berlin (ROK) zum geistlichen Sinn des Kreuzes und zur christlichen Sicht auf Tod und ewiges Leben. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.
In seiner Predigt erinnerte Priester Konstantin Anikin daran, dass das Kreuz in der orthodoxen Tradition eine doppelte Bedeutung habe. Zum einen sei es das Holz, an dem Christus für die Erlösung der Menschheit gestorben sei. Zum anderen stehe es sinnbildlich für die Lasten, Schwierigkeiten und Prüfungen, die Menschen im Leben zu tragen hätten.
Zugleich kritisierte der Priester, dass der Tod in der heutigen Gesellschaft weitgehend verdrängt werde. In der kirchlichen Tradition hingegen werde er als Übergang zum ewigen Leben verstanden. Dies komme besonders im orthodoxen Begräbnisritus zum Ausdruck, der – etwa in den von Johannes von Damaskus verfassten Texten – die Hoffnung auf die Auferstehung betone.
Der Geistliche berichtete aus eigener Erfahrung als Seelsorger am Sterbebett. Dabei zeige sich, wie unterschiedlich Menschen ihr Leben beenden: Manche seien voller Zorn oder beschäftigt mit materiellen Dingen, andere hingegen begegneten dem Tod im Frieden mit Gott. Als Beispiel schilderte er die Beerdigung einer frommen Frau, deren friedlicher Ausdruck für ihn ein Zeichen ihres gottverbundenen Lebens gewesen sei.
Die Fastenzeit, so der Priester, solle helfen, den Blick stärker auf das geistliche Leben zu richten. Ziel des Christen sei das himmlische Reich. Das Kreuz Christi bleibe dabei stets die letzte Stütze des Menschen – im Leben ebenso wie im Sterben.
Die UOJ berichtete zuvor, dass sich die Vorsitzende der Lebensschutz-Organisation ALfA, Cornelia Kaminski, mit einem Appell zum Thema Leihmutterschaft an ukrainische Frauen richtete: „Denken Sie an diese Kinder.“
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