„Dem Herrn zu folgen ist der beste Weg, wirklich Mensch zu werden“

Bischof Sofian feiert die Göttliche Liturgie mit der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Flensburg zum Sonntag der Kreuzverehrung.

Zum Sonntag der Kreuzverehrung (15. März 2026) hat Bischof Sofian von Kronstadt von der rumänisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa die Gemeinde in Flensburg besucht und gemeinsam mit den Geistlichen vor Ort die Göttliche Liturgie gefeiert. Der Bischof berichtete darüber auf seiner Facebook-Seite.

Bei seinem Besuch der rumänisch-orthodoxen Pfarrei in Flensburg zelebrierte Bischof Sofian zusammen mit Pfarrer Ionuț Drăgoi und Diakon Ciprian Done die Heilige Liturgie. Trotz der großen Entfernungen innerhalb Norddeutschlands hätten sich zahlreiche Gläubige versammelt, so der Bischof, der die geordnete und andächtige Atmosphäre des Gottesdienstes hervorhob.

Der Besuch stand auch im Zeichen eines bevorstehenden Jubiläums: Die Gemeinde in Flensburg bereitet sich auf ihr zehnjähriges Bestehen vor. Bischof Sofian dankte Pfarrer Drăgoi ausdrücklich für dessen pastoralen Einsatz in den vergangenen Jahren für die Gläubigen in der Region Flensburg, Kiel und Lübeck.

In seiner Ansprache ging der Bischof auf den Kreuzsonntag ein, der in der orthodoxen Kirche in der Mitte der Großen Fastenzeit begangen wird. Er sprach über die schützende und aufopfernde Liebe Gottes, die für Christen Maßstab und Zeichen der Anerkennung sei.

Zugleich betonte er, dass das Tragen des Kreuzes und die Nachfolge Christi nicht als Selbstverneinung verstanden werden dürften. Vielmehr bedeute es, „unsere höchste existentielle Wertschätzung“ zu entdecken. „Dem Herrn zu folgen ist der beste Weg, ein Mensch zu werden“, sagte der Bischof. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Kyrill in Moskau den 50. Jahrestag seiner Bischofsweihe beging.

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