Patriarch Daniil: „Buße bedeutet eine Umkehr des Geistes“

Patriarch Daniil während der Liturgie der Vorgeweihten Gaben in der Kirche des heiligen Georg in Dupnitsa.

Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil hat bei einem Besuch im geistlichen Bezirk Dupnitsa zur geistlichen Erneuerung während der Großen Fastenzeit aufgerufen. In der Kirche des heiligen Georg des Siegreichen zelebrierte er am 13. März 2026 die Liturgie der Vorgeweihten Gaben und richtete eine ausführliche Predigt an die versammelten Gläubigen, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Im Mittelpunkt seiner Ansprache stand das Verständnis der Buße. Patriarch Daniil erklärte, das griechische Wort metanoia bedeute eine „Umkehr des Geistes“. Christen seien aufgerufen, ihre Denkweise zu verändern und ihr Leben am Willen Gottes auszurichten, statt an eigenen Wünschen oder gesellschaftlichen Erwartungen. Wahre Umkehr beginne damit, das eigene Leben ehrlich an den Geboten Christi zu messen.

Der Hierarch betonte, dass viele Menschen vor allem nach weltlichen Erfolgen strebten, während die geistlichen Werte in den Hintergrund rückten. Die Fastenzeit sei daher eine Gelegenheit, die eigenen Prioritäten zu prüfen und sich an Christus zu orientieren, der selbst ein Leben der Demut und Entsagung geführt habe. Gläubige sollten danach streben, Gott zu gefallen und ihren Willen mit dem göttlichen Willen zu vereinen.

Besonders hob der Patriarch die Bedeutung der Beichte hervor. Das Erkennen der eigenen Sünden allein genüge nicht, sagte er; Christen müssten sie auch im Sakrament der Beichte bekennen und sich von ihnen reinigen lassen. Ein „zerbrochenes und demütiges Herz“ sei vor Gott wertvoller als äußerer Ruf oder gesellschaftliche Anerkennung. Buße müsse daher zum täglichen Bestandteil des christlichen Lebens werden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije vor Vertreibung der Serben aus Kosovo und Metochien warnte.

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