Eklat in Bremen: Politikerinnen posieren mit Koffern von NS-Opfern
Das inzwischen gelöschte Instagram-Foto der Bremer Politikerinnen löste Kritik wegen eines als pietätlos empfundenen Umgangs mit Ausstellungsstücken von Holocaust-Verfolgten aus.
Ein Foto zweier Bremer Politikerinnen mit Koffern von Holocaust-Verfolgten hat Empörung ausgelöst. Der inzwischen gelöschte Instagram-Beitrag wurde als pietätlos kritisiert, wie die Bild-Zeitung am 28. Februar 2026 berichtete.
Ein Instagram-Foto der Bremer Bürgerschaftsabgeordneten Katharina Kähler (SPD) und der Bürgerschafts-Vizepräsidentin Sahhanim Görgü-Philipp (Grüne) hat Ende Februar 2026 einen politischen Eklat ausgelöst. Auf dem Bild posieren die beiden Politikerinnen mit Koffern aus einer Ausstellung über NS-Verfolgung im Haus der Bürgerschaft.
Der Beitrag mit der Bildunterschrift „Fertig für heute“ wurde kurz nach Veröffentlichung gelöscht. Die Ausstellung „Das Unvorstellbare zeigen – Comics gegen das Vergessen“ dokumentiert das Leid von Menschen unter der nationalsozialistischen Diktatur und zeigt auch originale Gegenstände von Verfolgten, darunter Koffer von Holocaust-Opfern.
Politiker der Opposition reagierten mit scharfer Kritik. Vertreter von CDU und FDP bezeichneten das Foto als pietätlos und warfen den Abgeordneten mangelnde Sensibilität im Umgang mit der Erinnerungskultur vor.
Beide Politikerinnen entschuldigten sich öffentlich. Görgü-Philipp nannte die Veröffentlichung „unangemessen“ und „dumm“. Kähler erklärte, sie habe in dem Moment nicht erkannt, dass es sich um Ausstellungsstücke handelte, und bezeichnete das Foto als respektlos und verletzend.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Mihail Rahr in seiner Predigt über wahre Gotteserkenntnis und das Leben in der Gnade Gottes sprach.
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