Bischof Irenei predigte in Cannes über den wahren Frieden Christi
Bischof Irenei sprach über den Unterschied zwischen weltlichem und geistlichem Frieden. Foto: Gemeinde
In der Pfarrei des Erzengels Michael in Cannes hat Bischof Irenei von London und Westeuropa (Russische Auslandskirche) am 8. März 2026 eine Predigt über den christlichen Begriff des Friedens gehalten. Anlass war der zweite Sonntag der Großen Fastenzeit, der in der orthodoxen Kirche dem heiligen Gregor Palamas gewidmet ist, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.
Bischof Irenei stellte den Unterschied zwischen dem Frieden Gottes und dem von Menschen angestrebten „weltlichen Frieden“ heraus. Während die Welt Frieden häufig als bloße Abwesenheit von Konflikten oder als gesellschaftliche Ordnung nach menschlichen Vorstellungen verstehe, sei dieser Zustand vergänglich und instabil. Menschliche Wünsche und Interessen führten immer wieder zu neuen Spannungen und Spaltungen.
Der Friede Christi hingegen sei ein innerer Zustand des Herzens, der den Menschen geistlich verwandle. Dieser Friede ziele nicht darauf ab, Begierden zu erfüllen, sondern sie zu ordnen und den Menschen auf Gott auszurichten. Er führe über bloße Toleranz hinaus zu echter Liebe und Wertschätzung der Mitmenschen als Träger des göttlichen Bildes.
Im Gedenken an den heiligen Gregor Palamas rief Bischof Irenei die Gläubigen dazu auf, besonders in der Großen Fastenzeit nach dieser geistlichen Sicht Gottes zu streben. Gerade in Zeiten von Konflikten und Krisen müsse der Christ standhaft bleiben und im Gehorsam gegenüber der Kirche leben, damit der Friede Gottes Herz und Leben verwandle.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Priester Matthias Fröse in einem neuen Video über das Thema Vergebung sprach, die kein Verlust, sondern eine Befreiung sei.
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