Raketenangriffe beeinträchtigen kirchliche Mission in Jerusalem

Einrichtungen der russisch-orthodoxen Mission im Heiligen Land (im Bild die Maria-Magdalena-Kirche) sind durch die anhaltenden Raketenangriffe erneut von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Foto: ROKA

Angesichts anhaltender Raketen- und Drohnenangriffe hat die kirchliche Mission der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) in Jerusalem zu finanzieller Unterstützung aufgerufen. Archimandrit Roman, Leiter der Mission, schildert in einem Beitrag vom 5. März 2026 eine zunehmend gefährliche Lage für Klöster und Einrichtungen der Mission im Heiligen Land – sowohl physisch durch Raketenangriffe als auch finanziell durch ausbleibende Pilger.

In einem dringenden Appell berichtet der Geistliche, dass bereits die erste Woche der Großen Fastenzeit von Luftalarm und Explosionen überschattet gewesen sei. Während der Göttlichen Liturgie am Samstag des heiligen Theodor habe kurz vor der Kommunion das Heulen von Sirenen die Stille der Kirche durchbrochen, während außerhalb Explosionen zu hören gewesen seien. Die Gläubigen seien dennoch im Gotteshaus geblieben.

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Solche Situationen seien inzwischen nahezu tägliche Realität. Zwar würden israelische Abfangraketen den Großteil der Geschosse zerstören, doch die Explosionen seien so stark, dass Gebäude erschüttert würden. Splitter abgeschossener Raketen seien bereits auf dem Gelände der kirchlichen Mission niedergegangen.

Neben der unmittelbaren Gefahr beeinträchtigt der Konflikt auch das kirchliche Leben und die Pilgerarbeit. Flughäfen seien erneut geschlossen worden, Flüge nach und aus Israel seien gestrichen. Die Hoffnung auf eine steigende Zahl von Pilgern vor Beginn der Fastenzeit habe sich damit zerschlagen. Selbst bei einem baldigen Ende der Kämpfe werde es wohl noch dauern, bis Pilger wieder zurückkehrten.

Archimandrit Roman ruft die Gläubigen daher im Geist der Fastenzeit zu Unterstützung und Nächstenliebe auf und erinnert an Worte aus dem Fastentriodion: Man solle den Bedürftigen Brot geben und sich Christus mit reuigem Herzen nähern.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Martinos Petzolt einen Vortrag über das Buch „Die Leiter zum Paradies“ des heiligen Johannes Klimakos hielt.

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