Orthodoxie-Sonntag verband in Aschaffenburg Glaubenszeugnis und Zeitfragen
Priester Athanasie Ulea sprach über die Herausforderungen des digitalen Zeitalters; zuvor spendeten sieben Priester in der Spitalkapelle die Heilige Ölung. Foto: Gemeinde
Mit Gottesdiensten, Vortrag und einer öffentlichen Prozession hat die rumänisch-orthodoxe Pfarrei „Întâmpinarea Domnului“ und „Heilige Märtyrerin Katharina“ in Aschaffenburg den Sonntag der Orthodoxie gefeiert. Darüber berichtete die Metropolie auf ihrer Webseite.
Mit dem Segen von Metropolit Serafim gestaltete die rumänisch-orthodoxe Gemeinde in Aschaffenburg in der ersten Woche der Großen Fastenzeit ein geistliches und thematisches Programm für Jugendliche und Familien. Ehrengast war Priester Athanasie Ulea, Psychiater und Psychotherapeut, der über die Auswirkungen digitaler Medien auf die psychische Gesundheit junger Menschen sprach.
Auftakt war am Samstag, 28. Februar 2026, die Feier der Heiligen Ölung durch sieben Priester. Im anschließenden Vortrag mit dem Titel „Aufmerksamkeitsdefizit: Der Einfluss der Technologie auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen“ warnte Priester Athanasie Ulea vor oberflächlicher Kommunikation und einem unreflektierten Medienkonsum. Gerade in einer Phase der Selbstfindung könne ein ungesunder Umgang mit Technologie Sucht, Angstzustände, Depressionen oder Schlafstörungen begünstigen. Wahre christliche Liebe hingegen setze persönliche Begegnung auf körperlicher, seelischer und geistlicher Ebene voraus.
Den Höhepunkt bildete am 1. März, dem Sonntag der Orthodoxie, die Feier der Heiligen Liturgie durch Priester Athanasie Ulea und Priester Daniel Buzaș. In seiner Predigt hob Vater Athanasie die geistliche Bedeutung der Ikone hervor: So wie die Ikone das göttliche Licht widerspiegele, werde auch der Mensch erst durch die Gnade Gottes in seiner wahren Berufung sichtbar. Mit dem wiederholten Ruf „Kommt und seht!“ lud er die Gläubigen zur bewussten Teilnahme an der Eucharistie ein.
Nach der Verlesung des Hirtenbriefes der Heiligen Synode zog die Gemeinde in einer traditionellen Prozession durch das Zentrum von Aschaffenburg. Kinder trugen Ikonen und Martisoren und bekannten gemeinsam mit zahlreichen Eltern und Gläubigen öffentlich ihren Glauben. Priester Daniel Buzaș dankte allen Mitwirkenden und betonte die Rolle der Pfarrei als geistliches und erzieherisches Zentrum für Familien in der Diaspora.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg einen neuen Videobeitrag aus der Reihe „Frag den Priester“ veröffentlicht hat.
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