Triumph der Orthodoxie: Predigt über Sinn und Geschichte des Festtages

Diakon Igor Willimowski predigte in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Am 1. März 2026, dem Sonntag der Orthodoxie, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche Krefeld über die geistliche Bedeutung des Festtags „Triumphs der Orthodoxie“ und die geschichtlichen Hintergründe der Ikonenverehrung. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Zu Beginn erinnerte der Diakon an die intensive erste Woche der Großen Fastenzeit, in der der Bußkanon des heiligen Andreas von Kreta gelesen wurde. Dieses Werk führe den Gläubigen die Sünden der biblischen Geschichte vor Augen und diene als eindringliche Einstimmung auf die kommenden Wochen der Umkehr.

Im Mittelpunkt der Predigt stand der erste Fastensonntag, der „Triumph der Orthodoxie“. Der Begriff meine keinen Sieg über andere, sondern erinnere an die Überwindung des Bilderstreits im 8. und 9. Jahrhundert. Auf dem Siebten Ökumenischen Konzil 787 in Nizäa, einberufen von Kaiserin Irene, sei die Verehrung der Ikonen bestätigt worden. 843 habe Kaiserin Theodora auf einer Synode in Konstantinopel die endgültige Wiederherstellung der Ikonenverehrung proklamieren lassen.

Diakon Igor Willimowski betonte, dass die Darstellung Christi möglich sei, weil Gott in Jesus Christus Mensch geworden sei. Zugleich habe die Kirche festgelegt, Ikonen mit Aufschriften zu versehen, um ihre Verehrung stets auf die dargestellte Person zu beziehen.

Abschließend verwies der Diakon auf die Gebete der „Ordnung der Orthodoxie“, in denen der Glaube bekräftigt und der Heiligen, Bekenner und Verteidiger der Rechtgläubigkeit gedacht wird. Der Feiertag sei Anlass zur Freude darüber, „dass wir von Christus und allen Heiligen umgeben sind“ und gemeinsam die Liturgie feiern dürfen. 



Die UOJ berichtete zuvor, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg einen neuen Videobeitrag aus der Reihe „Frag den Priester“ veröffentlicht hat.
 
 

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