Priester Matthias Fröse: „Friede ist die Frucht der Sammlung des Geistes“

In seinem Videobeitrag lädt Priester Matthias Fröse zur Rückkehr in das Herz und zu einem vertieften Gebetsleben in der Großen Fastenzeit ein.
In seinem 15. thematischen Videobeitrag außerhalb der Predigten spricht Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz in der Außenstelle Meisenheim über die Ursachen innerer Unruhe und den Weg zum wahren Frieden des Herzens in Christus. Die Gemeinde veröffentlichte den Beitrag am 25. Februar 2026 auf ihrem YouTube-Kanal.
Ausgangspunkt seiner Betrachtung ist die Erfahrung vieler Menschen, trotz Glauben, Gebet und kirchlichem Leben unter innerer Unruhe zu leiden. Gerade in der Großen Fastenzeit trete diese Unruhe deutlicher hervor, da äußere Ablenkungen abnehmen und der Mensch sich selbst begegne. Christus lade jedoch nicht zu einer Vorleistung ein, sondern spreche unmittelbar: „Kommt alle zu mir.“ Die Ruhe des Herzens sei in der orthodoxen Tradition kein psychologischer Zustand, sondern Frucht der Gegenwart Gottes.
Unter Rückgriff auf die Lehre der heiligen Väter – etwa des heiligen Isaak des Syrers, des heiligen Theophan des Klausners, des heiligen Johannes Klimakos, des heiligen Gregorios Palamas und des heiligen Maximus des Bekenners – erläutert Priester Matthias Fröse das geistliche Verständnis von Sammlung. Unruhe entstehe, wenn der „Nus“, das geistige Auge, zerstreut sei und nicht im Herzen verweile. Der Weg der Kirche sei daher keine Weltflucht, sondern die Rückkehr in das Herz, das als Wohnort Gottes geschaffen sei. Praktische Schritte seien das treue, aufmerksame Gebet, besonders das Jesusgebet, sowie Zeiten stiller Gegenwart vor der Ikone Christi.
Der eigentliche Friede, so betont der Priester, sei kein methodisch erzielbares Gefühl, sondern ein Geschenk der Gnade. Auch wenn äußere Stürme blieben, verwandle die Gegenwart Christi das Innere des Menschen. Ziel des geistlichen Lebens sei nicht ein bestimmter Seelenzustand, sondern die Vereinigung mit Jesus Christus. Wo Christus sei, dort sei Friede – unabhängig von äußeren Umständen.
Die UOJ berichtete zuvor über eine Neuerscheinung im orthodoxen Verlag Hagia Sophia: Sergej Fudel ruft in „Bin etwa ich es?“ zur persönlichen Gewissensprüfung in schwierigen Zeiten auf.
Lesen Sie auch
Elon Musk warnt vor der Gefahr superintelligenter KI für die Menschheit
Der Unternehmer befürchtet, dass übermenschlich intelligente Systeme Menschen durch gezielte Überredung beeinflussen könnten – auch ihn selbst.
Äthiopien: Bewaffnete töten sechs Christen und entführen Gläubige
Kirchenvertreter berichten von erneuten Angriffen in Oromia. Sie nennen fünf Entführte und widersprechen damit höheren Zahlen in anderen Meldungen.
Ehemaliger lutherischer Pastor erklärt, warum er orthodox wurde
Priester Joshua Genig aus Michigan schilderte, warum er das Luthertum verließ und in der Orthodoxen Kirche Gewissheit über sein Priestertum fand.
Litauischer Bischof: Ukraine kein Vorbild bei den Rechten der Gläubigen
Bischof Ambrosius von Trakai erklärte in Vilnius, dass die Ukraine für Litauen kein Vorbild bei der Wahrung der Rechte der Gläubigen sein könne.
ROKA-Gemeinde in München-Ludwigsfeld feierte Patronatsfest
Bischof Hiob von Stuttgart zelebrierte die Göttliche Liturgie zum Patronatsfest des Apostels Thomas in Anwesenheit von Geistlichen und Gläubigen aus Ingolstadt.
ROKA-Gemeinde in Augsburg kündigte Feier zum 90-jährigen Bestehen an
Zum Patronatsfest der Gottesmutterikone „Freude aller Trauernden“ werden Metropolit Mark und Bischof Hiob gemeinsam die Göttliche Liturgie zelebrieren.