Erzbischof Tichon leitete die ersten Fastengottesdienste in Berlin

Erzbischof Tichon während eines Fastengottesdienstes in Karlshorst. Foto: Diözese

Mit mehreren Gottesdiensten in Berliner Kirchen hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche, die erste Woche der Großen Fastenzeit begleitet. Neben der Lesung des Großen Bußkanons stand besonders die erste Liturgie der Vorgeweihten Gaben im Mittelpunkt, wie die Diözese am 25. Februar 2026 auf ihrer Webseite berichtete.

Am Montag, Dienstag und Mittwoch der ersten Fastenwoche zelebrierte Erzbischof Tichon die Lesung des Großen Bußkanons des Heiligen Andreas von Kreta in der Auferstehungskathedrale Christi sowie in der Kirche des Heiligen Sergius von Radonesch in Karlshorst. In den Morgenstunden leitete er zudem die vorgeschriebenen Gottesdienste der Heiligen 40 Tage, die jeweils mit einer Fastenlitija endeten.

Am Mittwoch folgte die erste Liturgie der Vorgeweihten Gaben des Jahres. Unterstützt wurde der Erzbischof dabei von Erzpriester Georgi Antonjuk, Priester Oleg Beltek, Protodiakon Witali Sadakow und Diakon Konstantin Lotichius.

In seiner Ansprache nach dem Gottesdienst erinnerte Erzbischof Tichon an die Praxis der frühen Christen beim Empfang der Kommunion und erläuterte die historische Bedeutung der Liturgie der Vorgeweihten Gaben. Diese gehe auf die apostolische Zeit zurück und sei durch das Konzil von Trullo im 7. Jahrhundert für die Fastenzeit festgeschrieben worden.

Der Erzbischof betonte, dass diese Liturgie besonders jenen Gläubigen zugutekomme, die aufgrund von Krankheit oder Gebrechlichkeit nicht streng fasten können, sowie allen, die den regelmäßigen Empfang der Heiligen Mysterien als unverzichtbar für ihr geistliches Leben betrachten.

Die UOJ berichtete zuvor über eine Neuerscheinung im orthodoxen Verlag Hagia Sophia: Sergej Fudel ruft in „Bin etwa ich es?“ zur persönlichen Gewissensprüfung in schwierigen Zeiten auf.

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