Trump warb mit religiöser Rhetorik – Kritik aus katholischer Kirche wächst

Donald Trump (M.) während seiner Rede zur Lage der Nation, in der er eine religiöse Erneuerung in den USA hervorhob. Foto: Screenshot YouTube

Donald Trump (M.) während seiner Rede zur Lage der Nation, in der er eine religiöse Erneuerung in den USA hervorhob. Foto: Screenshot YouTube

In seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstag, dem 24. Februar 2026, hat US-Präsident Donald Trump den christlichen Glauben in den Mittelpunkt gestellt und sich selbst als Förderer einer religiösen Renaissance präsentiert. Gleichzeitig mehren sich kritische Stimmen aus kirchlichen Kreisen, insbesondere unter katholischen Bischöfen, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de berichtete.

Trump erklärte vor dem US-Kongress, während seiner Amtszeit habe es in den USA eine „enorme Erneuerung“ von Religion und Christentum gegeben. Besonders hob er den konservativen Aktivisten Charlie Kirk hervor, der nach einem tödlichen Attentat von ihm als Märtyrer bezeichnet wurde. Die republikanischen Abgeordneten reagierten mit Applaus, während die demokratische Fraktion deutlich zurückhaltender blieb.

Mit der Einladung von Kirks Witwe auf die Tribüne und dem Appell, Amerika als „Nation unter Gott“ zu bekräftigen, richtete sich der Präsident gezielt an religiöse Wählergruppen. Evangelikale Christen zählen traditionell zu seinen Unterstützern, doch auch viele Katholiken hatten ihn bislang gewählt.

Innerhalb der katholischen Kirche wächst jedoch das Unbehagen über die Politik der Regierung. Kardinal Timothy Dolan kritisierte etwa Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE im Umfeld von Kirchen als Eingriff in die Religionsfreiheit. Zudem wies er Vorwürfe von Vizepräsident JD Vance zurück, die Bischöfe unterstützten Migration aus finanziellen Motiven.

Auch an der Basis regt sich Widerstand: In mehreren Städten beteiligten sich kirchliche Gruppen an Protesten gegen Abschiebungen, vor allem mit Blick auf lateinamerikanische Migranten. Eine aktuelle Umfrage zeigt zudem einen deutlichen Rückgang der Zustimmung zu Trump unter Latino-Wählern.

Die UOJ berichtete zuvor, dass OrthMedien ein neues Video zum Thema Gebet als Weg zur Gottesbeziehung veröffentlichte.

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