Katholische Bischöfe begrüßten EU-Koordinator gegen Christenfeindlichkeit
Das Europäische Parlament fordert neue EU-Strukturen zur Bekämpfung von Diskriminierung gegen Christen. Foto: Diliff/Wikipedia
Die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft hat die Forderung des Europäischen Parlaments nach einem EU-Koordinator gegen Christenfeindlichkeit am Montag, dem 23. Februar 2026 positiv aufgenommen. Anlass ist eine neue Entschließung zu Menschenrechten und Demokratie, in der die Abgeordneten auf die weltweite Verfolgung von Christen hinweisen. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal CNA.
In einer Resolution unterstrich das Europäische Parlament die Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens gegen religiöse Diskriminierung. Die Abgeordneten kritisierten, dass es bislang keinen europäischen Beauftragten zur Bekämpfung von „Christianophobie“ gebe, obwohl Christen laut Bericht die weltweit am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft seien. Gleichzeitig verwiesen sie auf bestehende EU-Strukturen zur Bekämpfung von Islamfeindlichkeit.
Die katholische Bischofskommission, die die nationalen Bischofskonferenzen bei den EU-Institutionen vertritt, begrüßte den Vorstoß ausdrücklich. Nach ihrer Vorstellung sollte die neue Funktion die Bezeichnung „Koordinator gegen antichristlichen Hass“ tragen und eine klare Zuständigkeit auf europäischer Ebene erhalten.
Konkret soll die geplante Stelle Fälle von Diskriminierung, Intoleranz und Gewalt gegen christliche Gemeinschaften innerhalb der Europäischen Union beobachten und bearbeiten. Ziel sei es, bestehende Schutzmechanismen zu stärken und die Gleichbehandlung verschiedener religiöser Gruppen sicherzustellen.
Die Forderung ist Teil des Jahresberichts 2025 des Europäischen Parlaments zu Menschenrechten und Demokratie. In Artikel 84 äußern die Abgeordneten ihr Bedauern darüber, dass eine solche Koordinationsstelle bislang fehlt, obwohl nach ihren Angaben weltweit mehr als 380 Millionen Christen von Verfolgung betroffen sind.
Die UOJ berichtete zuvor, dass OrthMedien ein neues Video zum Thema Gebet als Weg zur Gottesbeziehung veröffentlichte.
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