Orthodoxer Dialog soll vertieft und zur Einheit geführt werden

Kloster der Heiligen Jungfrau Maria (دير السيدة العذراء) in Tel Wardiat. Foto: RGOW

Eine internationale Tagung zur Verbindung zwischen den östlich-orthodoxen und den orientalisch-orthodoxen Kirchen hat zu verstärkten Bemühungen um die kirchliche Einheit aufgerufen. Im November 2025 trafen sich Vertreter beider Traditionen an der Holy Cross School of Theology in den USA, um den bisherigen Dialog zu bilanzieren und konkrete Maßnahmen für eine engere Annäherung zu erarbeiten. Darüber berichtete Orthodox Observer.

Die Konferenzteilnehmer stellten fest, dass grundlegende theologische Gemeinsamkeiten bereits seit Langem bestehen, aber noch stärker in den einzelnen Kirchen vor Ort aufgenommen und praktisch umgesetzt werden müssten. Im Raum stehe entweder die sichtbare Einheit mit gemeinsamer Eucharistie oder aber eine verbindliche Klärung der weiterhin trennenden Punkte. Zugleich wurde betont, dass historisch gewachsene Vorbehalte, mangelnde Vertrautheit mit der jeweils anderen Überlieferung und psychologische Hemmnisse eine tiefere Annäherung nach wie vor erschwerten.

Zu den praktischen Vorschlägen gehörten eine verstärkte Vermittlung der jeweils anderen Kirchentradition in der theologischen Ausbildung, gemeinsame Projekte im pastoralen und kulturellen Bereich sowie die Überwindung historischer Verurteilungen und belastender Begriffe. Auf lange Sicht halten die Beteiligten eine vollständige kirchliche Gemeinschaft für erreichbar. Sie hoben hervor, dass eine solche Annäherung ein starkes Signal der Versöhnung und Einheit innerhalb der weltweiten Orthodoxie darstellen würde.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass eine massive Abwanderung die christliche Präsenz in Syrien schwächte.

Lesen Sie auch

Metropolit Isaak zur Fastenzeit: „Das geistliche Leben ist ganzheitlich“

Antiochenisch-orthodoxer Hierarch rief zu echter Versöhnung, bewusstem Fasten und Gebet für den Frieden auf

Podgorica: Tausende Gläubige bei Prozession zu Ehren des Heiligen Simeon

Traditioneller Umzug führte von der Auferstehungskathedrale zur historischen „Nemanjas Stadt“

US-Fast-Food-Kette hält an Bibelversen auf Verpackungen fest

Familienunternehmen In-N-Out Burger weist Forderungen nach Entfernung religiöser Hinweise zurück und betont seine christlich geprägten Unternehmenswerte

Gebetsaktion „40 Tage für das Leben“ nach Gerichtsurteil in Wien fortgesetzt

Richter bestätigen Versammlungsrecht für friedliche Mahnwachen vor Abtreibungseinrichtungen.

Bulgarische Gemeinde in Den Haag gilt als geistliche Heimat für Diaspora

Gemeindemitglied berichtete über Glauben, Zusammenhalt und die Bedeutung der Liturgie fern der Heimat.

Priester Marko Radmilo rief zu Vergebung und geistlicher Wachsamkeit auf

Serbisch-orthodoxe Pfarrei Heiliger Fürst Lazarus erinnerte an die zentrale Bedeutung von Demut, innerer Umkehr und Nächstenliebe vor Beginn der Fastenzeit