Orthodoxer Dialog soll vertieft und zur Einheit geführt werden
Kloster der Heiligen Jungfrau Maria (دير السيدة العذراء) in Tel Wardiat. Foto: RGOW
Eine internationale Tagung zur Verbindung zwischen den östlich-orthodoxen und den orientalisch-orthodoxen Kirchen hat zu verstärkten Bemühungen um die kirchliche Einheit aufgerufen. Im November 2025 trafen sich Vertreter beider Traditionen an der Holy Cross School of Theology in den USA, um den bisherigen Dialog zu bilanzieren und konkrete Maßnahmen für eine engere Annäherung zu erarbeiten. Darüber berichtete Orthodox Observer.
Die Konferenzteilnehmer stellten fest, dass grundlegende theologische Gemeinsamkeiten bereits seit Langem bestehen, aber noch stärker in den einzelnen Kirchen vor Ort aufgenommen und praktisch umgesetzt werden müssten. Im Raum stehe entweder die sichtbare Einheit mit gemeinsamer Eucharistie oder aber eine verbindliche Klärung der weiterhin trennenden Punkte. Zugleich wurde betont, dass historisch gewachsene Vorbehalte, mangelnde Vertrautheit mit der jeweils anderen Überlieferung und psychologische Hemmnisse eine tiefere Annäherung nach wie vor erschwerten.
Zu den praktischen Vorschlägen gehörten eine verstärkte Vermittlung der jeweils anderen Kirchentradition in der theologischen Ausbildung, gemeinsame Projekte im pastoralen und kulturellen Bereich sowie die Überwindung historischer Verurteilungen und belastender Begriffe. Auf lange Sicht halten die Beteiligten eine vollständige kirchliche Gemeinschaft für erreichbar. Sie hoben hervor, dass eine solche Annäherung ein starkes Signal der Versöhnung und Einheit innerhalb der weltweiten Orthodoxie darstellen würde.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass eine massive Abwanderung die christliche Präsenz in Syrien schwächte.
Lesen Sie auch
„Fürchten sollen wir nur, ihm nicht ähnlich zu werden“
Erzpriester Matthias Zierenberg rief in Limburg dazu auf, die von Gott anvertrauten Gaben in Liebe, im Dienst am Nächsten und zur Weitergabe des Glaubens einzusetzen.
Priester Daniel Schärer: Die Herrlichkeit Gottes im Nächsten erkennen
Der Geistliche erinnerte in Zürich daran, trotz menschlicher Schwächen und Fehler die Würde des Mitmenschen zu sehen und ihn in christlicher Liebe anzunehmen.
Ex-EU-Kommissar fordert Estland auf, Eingriffe in Kirchenfragen zu stoppen
Der ehemalige EU-Kommissar erklärte, dass der Druck auf die Kirche die religiöse Entscheidung der Bürger in eine Frage staatlicher Loyalität verwandle.
Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem „Marsch für Jesus“ in Wien
Christen verschiedener Konfessionen setzten in der Innenstadt Zeichen für Glauben, Einheit und Frieden.
Ingolstädter Gemeinde beging das Fest der Geburt der Gottesmutter
Die ROKA-Gemeinde in Ingolstadt erinnerte an die Geburt der Allerheiligsten Gottesgebärerin und veröffentlichte ein Troparion.
Metropolit Johannes feierte Patronatsfest der Alexander-Newski-Kathedrale
Die Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa beging in Paris den Gedenktag des Großfürsten Alexander Newski.