Erzbischof von Albanien sprach in einem Interview über Glaube, Angst und Gebet

Erzbischof Ioannis von Tirana. Foto: Orthodox Times

In einem Gespräch äußerte sich Erzbischof Ioannis von Tirana, Durrës und ganz Albanien zur wachsenden Verbreitung von Angst, Verunsicherung und depressiven Zuständen in der heutigen Lebenswelt. Zwar handele es sich dabei nicht um eine neue Erscheinung, doch könnten solche Belastungen durch eine bewusste geistliche Ausrichtung, gelebten Glauben und die Teilhabe am kirchlichen Leben allmählich überwunden werden. Darüber berichtete Orthodox Times.

In seinen Ausführungen unterschied der Erzbischof zwischen natürlicher Angst, die als Schutzfunktion diene, und übersteigerter oder unbegründeter Furcht, die krankhafte Züge annehmen könne. Während Angst meist an konkrete Gefahren geknüpft sei, entstünden innere Unruhe oft aus Sorgen um Vergangenheit oder Zukunft. Neben der Notwendigkeit medizinischer Hilfe hob er die Bedeutung geistlicher Begleitung hervor. Die sogenannte „Furcht Gottes“ sei dabei nicht als Angst zu verstehen, sondern als Ehrfurcht und vertrauensvolle Haltung, die dem Menschen Orientierung und inneren Halt schenke.

Als wesentliche Antwort der Kirche auf seelische Not bezeichnete Ioannis das Evangelium, das Leben in der Gemeinschaft der Gläubigen und besonders das Sakrament der Beichte als Weg zu innerer Heilung und Klarheit. Solange ein Mensch lebe, bestehe für ihn Hoffnung. Abschließend rief der Erzbischof zu Mitgefühl und tätiger Nächstenliebe gegenüber psychisch leidenden Menschen auf. Eine Atmosphäre des Verständnisses und der Zuneigung könne entscheidend helfen, Angst und Verzweiflung zu überwinden.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Metropolit Mark eine Göttliche Liturgie in Mailand feierte und eine Auszeichnung verlieh.

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