Patriarch Daniil: Fasten ist keine Diät, sondern Weg zur Auferstehung

Patriarch Daniil predigte am Sonntag vor der Großen Fastenzeit. Foto: Patriarchat
Am 22. Februar 2026, dem Vergebungs- bzw. Käsesonntag, feierte der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil die Göttliche Liturgie in der Kathedrale Mariä Himmelfahrt in Kjustendil nahe der nordmazedonischen Grenze. In seiner Predigt stellte er die geistliche Bedeutung des Fastens und die Vorbereitung auf Ostern in den Mittelpunkt. Darüber berichtete das bulgarische Patriarchat auf seiner Webseite.
Patriarch Daniil erinnerte daran, dass die Große Fastenzeit kein Selbstzweck sei und nicht mit einer bloßen Diät verwechselt werden dürfe. Ziel des Fastens sei die Vorbereitung auf die Freude der Auferstehung Christi und die Teilhabe am ewigen Leben, das Christus den Menschen geschenkt habe.
Mit Blick auf das Gedenken an den Sündenfall erklärte der Patriarch, der Mensch verliere durch Maßlosigkeit und die ständige Befriedigung seiner Sinne die geistliche Wachsamkeit. Übermäßiger Konsum – sei es durch Nahrung oder durch Unterhaltung – erschwere das Gebet und entferne den Menschen allmählich von Gott.
Die Kirche habe daher die Fastenzeiten eingesetzt, um die geistlichen Sinne zu schärfen und zur Umkehr zu führen. Fasten und Gebet seien notwendige Mittel im Kampf gegen Leidenschaften und Versuchungen; nur durch Enthaltsamkeit könne der Mensch innere Heilung und echte Buße erfahren.
Abschließend verwies Daniil auf das Vorbild Christi, der 40 Tage fastete, und rief die Gläubigen dazu auf, die kommende Fastenzeit als Weg der geistlichen Erneuerung zu nutzen – getragen von Gebet, Barmherzigkeit und der Ausrichtung auf Gott.
Die UOJ berichtete zuvor über eine Neuerscheinung im orthodoxen Verlag Hagia Sophia: Sergej Fudel ruft in „Bin etwa ich es?“ zur persönlichen Gewissensprüfung in schwierigen Zeiten auf.
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