Erzpriester Matthias Zierenberg: „Nur Gott kann von der Sünde erlösen“
Erzpriester Matthias Zierenberg während seiner Predigt in der serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen. Foto: Screenshot YouTube In Limburg-Dietkirchen ze
In seiner Predigt zum Sonntag der Vergebung, dem 22. Februar 2026, in der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen sprach Erzpriester Matthias Zierenberg über den Menschen als Ebenbild Gottes, den zerstörten Bund durch die Sünde und den Weg der Rückkehr zu Gott durch Vergebung, Fasten und geistliche Erneuerung. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.
Erzpriester Matthias Zierenberg stellte zu Beginn die Gemeinschaft mit Gott als eigentlichen Sinn des menschlichen Lebens heraus. Durch die Sünde sei diese Beziehung beschädigt worden, doch Christus habe den Weg zurück geöffnet. Der geistliche Weg müsse jedoch ein Leben lang gegangen werden und verlange immer wieder Umkehr und Neuorientierung.
Als erste Voraussetzung nannte der Prediger die Vergebung. Sie sei kein bloßer Mechanismus, sondern diene der Wiederherstellung der kirchlichen Gemeinschaft. Streit, Neid und schlechte Gedanken müssten überwunden werden, damit die Kirche als „Braut Christi“ in Einheit erscheinen könne. Die Bitte um Vergebung vor Beginn der Fastenzeit solle deshalb bewusst und konkret gegenüber Mitmenschen erfolgen.
Ausführlich sprach der Geistliche über das Fasten als ganzheitliche Übung von Körper, Seele und Geist. Es dürfe nicht auf eine Diät reduziert werden, sondern ziele auf die Überwindung innerer Leidenschaften. Neben dem Verzicht auf Nahrung gehöre dazu auch das Fasten der Sinne – etwa der Verzicht auf unnütze Worte, unreine Gedanken oder schädliche Einflüsse. Besonders warnte er vor Eitelkeit, die das Fasten entwerten könne (vgl. Mt 6,14-21).
Abschließend rief der Erzpriester zu einer Neuausrichtung auf das Ewige auf. Materielle Bindungen und die Gier nach Besitz könnten den Menschen von Gott entfernen. Wahre „Schätze im Himmel“ entstünden durch Tugenden wie Demut, Barmherzigkeit, Gebet, Fasten und Vergebung – sie seien die verlässliche Grundlage christlicher Hoffnung, die „zuverlässige Lebensversicherung“.
Die UOJ berichtete zuvor über eine Neuerscheinung im orthodoxen Verlag Hagia Sophia: Sergej Fudel ruft in „Bin etwa ich es?“ zur persönlichen Gewissensprüfung in schwierigen Zeiten auf.
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