Dostojewski-Denkmal in Dresden: neuer Standort an der orthodoxen Kirche

Das Dostojewski-Denkmal soll ab April neben der russisch-orthodoxen Kirche in Dresden aufgestellt werden. Derzeit ist es bei einem Steinmetz-Betrieb eingelagert. Foto: DRKI

Das Dostojewski-Denkmal soll ab April neben der russisch-orthodoxen Kirche in Dresden aufgestellt werden. Derzeit ist es bei einem Steinmetz-Betrieb eingelagert. Foto: DRKI

Fast neun Monate nach seiner Demontage soll das Dostojewski-Denkmal wieder im Dresdner Stadtbild erscheinen. Allerdings bleibt dem russischen Schriftsteller ein Platz im historischen Zentrum verwehrt: Ab April ist eine Aufstellung neben der russisch-orthodoxen Kirche vorgesehen, wie die Berliner Zeitung am 21. Februar 2026 berichtete.

Das Denkmal des Weltliteraten war im Juni vergangenen Jahres wegen Bauarbeiten zur Erweiterung des Sächsischen Landtags abgebaut und eingelagert worden. Nun bestätigte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) eine befristete Aufstellung bis Anfang 2031. Eigentümer ist das Deutsch-Russische Kulturinstitut (DRKI), das den neuen Standort selbst vorgeschlagen hatte.

Institutsleiter Wolfgang Schälike bezeichnete die Lösung als pragmatischen Kompromiss, nachdem mehrere innerstädtische Alternativen gescheitert waren. Ziel sei gewesen, das Kunstwerk wieder öffentlich sichtbar zu machen, auch wenn ein prominenter Platz im Zentrum nicht realisierbar gewesen sei.

Nach Angaben der Behörden wurden fünf zentrale Standorte geprüft, darunter Flächen nahe Semperoper, Zwinger und Brühlscher Terrasse. Das Landesamt für Denkmalpflege lehnte jedoch alle Vorschläge ab, da sich diese Orte in historisch bedeutenden Gartendenkmalen befinden.

Begründet wurde die Entscheidung damit, dass das Dostojewski-Denkmal rechtlich kein Kulturdenkmal des Freistaats Sachsen ist. Zusätzliche Objekte könnten das Erscheinungsbild der geschützten Anlagen verändern und deren historische Authentizität beeinträchtigen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass in Italien Abt Matteo Ferrari vor Netflix-Streaming und Social Media im Kloster warnte.

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