Priester Dragiša Jerkić predigte in München über echte Gottesbegegnung

Priester Dragiša Jerkić betonte in München die stille Begegnung mit Christus im Alltag und die Bedeutung konkreter Nächstenliebe. Archivfoto: Gemeinde

Im serbisch-orthodoxen Kirchenzentrum München hat Priester Dragiša Jerkić am 15. Februar 2026 die Begegnung mit Gott und dem Mitmenschen in den Mittelpunkt seiner Predigt gestellt. Ausgehend vom Evangelium über die Darstellung Jesu im Tempel  (Lk 2,22–41) hob er die Hoffnung des Alten Bundes und ihre Erfüllung in Christus hervor, wie die serbische Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Im Rückgriff auf den Evangelisten Lukas beschrieb Priester Dragiša Jerkić die Szene mit Maria, Josef, Simeon und der Prophetin Hanna als Zeichen des jahrhundertelangen Wartens Israels auf den Messias. Die Erfüllung der göttlichen Verheißung geschehe jedoch unscheinbar: Christus erscheine nicht im Glanz weltlicher Macht, sondern als verletzliches Kind – ein Hinweis darauf, dass Gott menschliche Schwäche annimmt und verwandelt.

Zugleich warnte der Geistliche vor einer oberflächlichen Religiosität, die sich in sozialen Netzwerken oder schnellen Lösungen erschöpfe. Viele Menschen würden Gott im Alltag übersehen, weil Lärm, Selbstinszenierung und falsche Spiritualität den Blick verstellen. Stattdessen rief der Geistliche zu innerer Ruhe, aufrichtigem Zuhören und respektvollen Begegnungen auf.

Als entscheidendes Kriterium christlichen Lebens nannte er die tätige Nächstenliebe, wie sie im Evangelium vom Jüngsten Gericht beschrieben wird: Christus begegne den Gläubigen in den Hungrigen, Kranken, Fremden und Bedürftigen. Schon kleine Gesten der Rücksichtnahme und Hilfe seien Orte der Begegnung mit Gott und Ausdruck eines wachen geistlichen Lebens.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Neuerscheinung „Fels und Sand“ von Erzpriester Josiah Trenham die orthodoxe Sicht auf den Protestantismus beleuchtet.

Lesen Sie auch

OIDAC-Geschäftsführerin Anja Tang fordert bessere Erfassung antichristlicher Straftaten

Leiterin der Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa sieht zunehmende Christenfeindlichkeit und mahnt zu einer sachlichen Debatte

Patriarch Theophilos III. empfing ROKA-Pilgergruppe mit Metropolit Mark

Hierarchen und Pilger der deutschen Diözese wurden im Griechisch-Orthodoxen Patriarchat von Jerusalem empfangen und nahmen am Patronatsfest des Klosters der heiligen Maria Magdalena teil

Serbischer Metropolit Grigorije besuchte die Ukraine zur Unterstützung der UOK

Der Metropolit von Düsseldorf und ganz Deutschland bezeugte den kanonischen Status der Ukrainischen Orthodoxen Kirche.

Heiliger Demetrios als Vorbild: „Frag den Priester“ über Märtyrertum und Glaubenszeugnis

Erzpriester Dionisij Idavajn sprach in Schwerin über den heiligen Demetrios von Thessaloniki und die Bedeutung des Martyriums für Christen heute

Chassiden blockierten in Jerusalem Straßen wegen Wehrdienstgesetz

Premierminister Netanjahu drohte allen Tora-Schülern, die sich nicht mustern lassen, mit Gefängnis, nachdem der Oberste Gerichtshof die allgemeine Wehrpflicht bestätigt hatte.

Patriarch Bartholomäus kündigte Besuch von Schio III. im Phanar an

Das neu gewählte Oberhaupt der Georgischen Orthodoxen Kirche wird voraussichtlich im September zu Gesprächen in die Istanbuler Residenz des Ökumenischen Patriarchen reisen.