Abt warnte vor Netflix-Streaming und Social Media im Kloster

Smartphones und Streamingdienste im Fokus: Ein italienischer Generalprior ruft Mönche zu größerer digitaler Disziplin auf.

Smartphones und Streamingdienste im Fokus: Ein italienischer Generalprior ruft Mönche zu größerer digitaler Disziplin auf.

Ein Brandbrief aus Italien sorgt für Aufmerksamkeit in der Ordenswelt: Der Generalprior der Kamaldulenser, Abt Matteo Ferrari, mahnt seine Mitbrüder zu einem kritischeren Umgang mit Smartphones, Streamingdiensten und sozialen Netzwerken. Gerade zu Beginn der Fastenzeit ruft er zu geistlicher Wachsamkeit auf. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 19. Februar 2026.

Mit einem dreiseitigen Schreiben an Klostervorsteher und Novizenmeister warnte Abt Matteo Ferrari vor den Risiken digitaler Medien für das klösterliche Leben. Die Nutzung von Smartphones, sozialen Netzwerken und Onlinefilmen ohne klare Regeln stelle eine ernsthafte Herausforderung dar, schreibt der Leiter des Klosters Camaldoli. Besonders für junge Männer in der Ausbildung zum Mönch müsse das Thema offen angesprochen werden.

Der Generalprior sieht die Gefahr, dass sich die Klosterzelle von einem Ort des Gebets zu einem Raum der Zerstreuung entwickle. Wenn Mönche mehr Zeit mit Filmen und Chats verbrächten, drohe eine „echte Sucht“, die das geistliche Leben verdrängen könne. Ordensgemeinschaften müssten sich deshalb intensiver mit digitalen Gewohnheiten auseinandersetzen.

Ausdrücklich warnt der Geistliche vor Streamingplattformen wie Netflix sowie vor Instagram und Tiktok, die seiner Ansicht nach auf Abhängigkeit ausgelegt seien. Um dennoch einen kulturellen Zugang zum Film zu bewahren, schlägt er gemeinschaftliche Filmabende im Kloster vor, statt individueller Nutzung auf dem Smartphone.

Die Kamaldulenser-Kongregation, gegründet im Jahr 1012, gehört zum Benediktinerorden und verbindet gemeinschaftliches Klosterleben mit eremitischen Elementen. Ihr Hauptsitz befindet sich im Kloster Camaldoli zwischen Florenz und Rimini. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Neuerscheinung „Fels und Sand“ von Erzpriester Josiah Trenham die orthodoxe Sicht auf den Protestantismus beleuchtet.
 
 

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