Lebensrechtsorganisation forderte klare Grenzen bei Leihmutterschaft

Schwangere Frau. Foto: Freepik

Die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski, hat die Praxis der Leihmutterschaft scharf verurteilt und als grundlegendes Unrecht bezeichnet. Diese Form der Reproduktionsmedizin stehe im Widerspruch zum Wohl von Frauen und Kindern, da sie häufig mit vertraglichen Zwängen und wirtschaftlichem Druck verbunden sei. Um das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, veranstaltet die Organisation im März 2026 einen internationalen Kongress in Berlin. Darüber berichtete Bistum Regensburg.

ALfA stützt sich bei ihrer Kritik auf internationale menschenrechtliche Diskussionen. Unabhängige Experten warnen vor Ausbeutung, Kommerzialisierung des Kinderwunsches und Instrumentalisierung von Frauen. Kritiker befürchten, dass Frauen unter sozialem oder finanziellem Druck handeln und Kinder zunehmend als Ware betrachtet werden.

Auch die katholische Kirche lehnt Leihmutterschaft entschieden ab und verweist dabei auf die unantastbare Menschenwürde. In ihren Stellungnahmen betont sie, dass weder das Kind noch die austragende Frau zum bloßen Mittel für fremde Kinderwünsche werden dürften. Der Wunsch nach einem Kind könne nicht als einklagbarer Anspruch verstanden werden. Die anhaltende Debatte zeigt, dass Leihmutterschaft international weiterhin ethisch hochumstritten ist.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die Religionsgemeinschaften in Wales vor Legalisierung der Sterbehilfe warnten.

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