Bischof Irenei kündigte Krankensalbungen in der Großen Fastenzeit an
Bischof Irenei von London ruft zur bewussten Vorbereitung auf die Allgemeine Krankensalbung in der Großen Fastenzeit auf. Foto: Diözese
Die Diözese Großbritannien und Westeuropa der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) hat den Zeitplan für die Feier der Allgemeinen Krankensalbung während der Großen Fastenzeit 2026 veröffentlicht. Bischof Irenei von London ruft die Gläubigen zugleich zu einer bewussten geistlichen Vorbereitung und zu einer „pilgernden“ Teilnahme an den zentralen Gottesdiensten auf, wie die Diözese am 14. Februar 2026 auf ihrer Webseite berichtete.
In seiner Mitteilung erinnert Bischof Irenei daran, dass die Krankensalbung bewusst nicht in jeder Pfarrei gefeiert werde. Stattdessen halte die Diözese an der Tradition fest, das Sakrament an ausgewählten zentralen Orten zu vollziehen, meist unter Leitung des Bischofs oder seines Vertreters. Dadurch sollen Klerus und Gläubige aus verschiedenen Gemeinden zusammenkommen und die Feier als gemeinsame geistliche Erfahrung erleben.
Zugleich warnt der Bischof vor einer Entwicklung, die Krankensalbung als verpflichtendes oder „automatisches“ Ritual der Fastenzeit zu betrachten. Wie jedes Sakrament dürfe sie nicht lediglich deshalb empfangen werden, weil sie im Kalender stehe. Die Kirche biete die Feier vielmehr jenen an, die im asketischen Leben der Fastenzeit ihre eigene Schwäche und die Heilungsbedürftigkeit von Leib und Seele besonders spüren.
Voraussetzung für die Teilnahme sei daher eine bewusste geistliche Vorbereitung. Nur orthodoxe Christen, die zuvor die Beichte bei ihrem Priester abgelegt haben, könnten zur Salbung zugelassen werden. Ohne diese Vorbereitung sei eine Teilnahme nicht gestattet, betont die Diözese ausdrücklich.
Mit Blick auf die verschiedenen Orte spricht Bischof Irenei vom geistlichen Wert der Reise: Das Aufbrechen zu den zentralen Feiern solle den Charakter einer kleinen Pilgerfahrt tragen und die Gläubigen zur vertieften Teilnahme am Sakrament der Heilung führen.
Zeitplan der Krankensalbung 2026:
Mittwoch, 25. Februar – Wallasey (England)
Mittwoch, 4. März – Lyon (Frankreich) – Region Lyon, Pau, Vichy
Samstag, 7. März – Sanremo (Italien) – Region Sanremo, Menton, Monaco, Cannes
Montag, 9. März – Luxemburg
Dienstag, 10. März – Basel (Schweiz)
Mittwoch, 11. März – Zürich (Schweiz)
Donnerstag, 12. März – Bern (Schweiz)
Donnerstag, 12. März – Meudon (Frankreich)
Samstag, 14. März – Brüssel (Belgien) – Region Brüssel, Arnhem, Amsterdam, Maastricht
Donnerstag, 19. März – Vevey (Schweiz)
Samstag, 21. März – London (England)
Dienstag, 24. März – Florenz (Italien)
Freitag, 3. April – Genf (Schweiz)
Die UOJ berichtete zuvor, dass Archimandrit Spyridon (Gusakov) zum Bischof von Toronto und Vikar der kanadischen ROKA-Diözese geweiht wurde.
Lesen Sie auch
Nürnberger Gemeinde gedachte am Vidovdan der serbischen Kriegstoten
Wallfahrt nach Jindřichovice führte zum zweitgrößten serbischen Soldatenfriedhof außerhalb Serbiens
Patriarch Daniel: Christliche Familie ist Segen für Kirche und Gesellschaft
Botschaft an den Kongress der rumänisch-orthodoxen Bischöfe in Kanada hob die Bedeutung von Familie, Frauen und kirchlicher Begleitung hervor
Vidovdan-Akademie erinnerte in München an Fürst Lazar und den Kosovo-Bund
Serbisch-orthodoxe Gemeinde Heiliger Johannes Wladimir beging den Vidovdan mit Gottesdienst, Predigt sowie einem geistlich-kulturellen Programm zum Gedenken an den heiligen Großmärtyrer Fürst Lazar
Gemeinden feierten Patrozinium des heiligen Johannes von Shanghai und San Francisco
Metropolit Mark und Bischof Hiob leiteten die Festgottesdienste der ROKA in Augsburg und Heilbronn
Neuauflage eines französischsprachigen Liturgieheftes erschienen
Erzdiözese der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa veröffentlichte Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomus
Erste Islamische Fakultät Westeuropas an der Universität Münster eröffnet
An der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster nahm der erste staatliche Fachbereich für Islamische Theologie in Westeuropa seine Arbeit auf; er soll künftig über 500 Studenten ausbilden.