Neue Publikation beleuchtet byzantinisches Christentum in Ungarn

Der neue Tagungsband dokumentiert Forschungsergebnisse zur Orthodoxie in Ungarn. Das Kloster Mariä Himmelfahrt in Srpski Kovin gilt als ältestes serbisch-orthodoxes Kloster Ungarns. Foto: Kloster

Der neue Tagungsband dokumentiert Forschungsergebnisse zur Orthodoxie in Ungarn. Das Kloster Mariä Himmelfahrt in Srpski Kovin gilt als ältestes serbisch-orthodoxes Kloster Ungarns. Foto: Kloster

Ein neuer wissenschaftlicher Sammelband widmet sich der Geschichte und Gegenwart der Christen byzantinischer Tradition in Ungarn. Die Publikation bündelt die Beiträge einer internationalen Tagung in Wien und zeigt die vielfältigen Verbindungen zwischen östlicher und westlicher Christenheit, wie die Organisation "Pro Oriente" am 11. Februar 2026 berichtete.

Der Band „Zwischen Ost und West. Christen byzantinischer Tradition in Ungarn“, herausgegeben von Prof. Thomas Mark Németh, versammelt überarbeitete Beiträge einer Wiener Fachtagung. Ziel der Veröffentlichung ist es, das byzantinische Christentum an der kulturellen Schnittstelle Mitteleuropas stärker ins öffentliche und wissenschaftliche Bewusstsein zu rücken und neue Forschungen anzustoßen.

Zehn Fachleute aus Ungarn zeichnen die Entwicklung orthodoxer und griechisch-katholischer Gemeinschaften vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach. Behandelt werden unter anderem die schwer rekonstruierbare Frühgeschichte der byzantinischen Kirche im Königreich Ungarn, die serbische Kirchenorganisation während der Osmanenzeit sowie die Entstehung und Entwicklung der griechisch-katholischen Kirche bis hin zu ihrer Erhebung zur metropolitanen Kirche sui iuris im Jahr 2015.

Neben kirchenhistorischen Studien widmen sich mehrere Beiträge kulturellen und liturgischen Themen. Analysiert werden etwa Architektur und sakrale Kunst, die liturgische Tradition aus der Eparchie Munkács sowie die Bedeutung des Nationalheiligtums Máriapócs mit seiner berühmten Ikone, deren Original seit 1697 im Wiener Stephansdom aufbewahrt wird.

Weitere Kapitel behandeln kirchenrechtliche Fragen und das Verhältnis der griechisch-katholischen Kirche zum ungarischen Primas sowie aktuelle soziale und karitative Initiativen. Damit bietet der Sammelband einen breit angelegten Überblick über Geschichte, Spiritualität und Gegenwart des byzantinischen Christentums in Ungarn. Der Sammelband mit 290 Seiten ist im Verlag Peter Lang erschienen.

Die UOJ berichtete zuvor, das  eine neue Ausgabe des Journals CRISIS für christliche Kultur mit Schwerpunkt USA erschienen ist. 
 
 

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