Bischof Irenei rief zur Teilnahme an der Krankensalbung in der Fastenzeit auf

Die gemeinsame Krankensalbung soll ein Zeichen geistlicher Gemeinschaft und asketischer Vorbereitung auf Pascha sein. Foto: Diözese

Mit Blick auf die bevorstehende Große Fastenzeit hat Bischof Irenei von London (Russische Orthodoxe Kirche im Ausland) die Gläubigen in Europa und auf den Britischen Inseln zur rechten Verständnis des Ritus der Allgemeinen Krankensalbung („Soborowanie“) aufgerufen. In einem Hirtenwort mahnt er, den geistlichen Sinn des gemeinsamen Sakraments zu bewahren und falschen Gewohnheiten entgegenzutreten, wie die Diözese am 11. Februar 2026 auf ihrer Webseite berichtete.

Bischof Irenei erläutert, dass die Krankensalbung eigentlich ein Sakrament für schwer erkrankte Einzelpersonen sei, das auf biblischer Grundlage gespendet werde. Während der Großen Fastenzeit stelle die Kirche den Ritus jedoch in einer allgemeinen Form bereit, da viele Gläubige in dieser Zeit der intensiven Askese ihre geistlichen und körperlichen Schwächen stärker wahrnähmen. Das gemeinsame Empfangen der Salbung solle Heilung und Stärkung für den weiteren Weg durch die Fastenzeit schenken.

Der Begriff „Soborowanie“ bedeute wörtlich „Zusammenkommen“ und verweise auf die ursprüngliche Praxis, dass Gläubige aus verschiedenen Regionen zu einer Kathedrale reisten, um gemeinsam am Sakrament teilzunehmen. Diese Zusammenkunft habe stets auch den Charakter einer kleinen Pilgerfahrt getragen, verbunden mit Vorbereitung, Opferbereitschaft und Gebet.

In der Diaspora sei diese Tradition zwar an pastorale Gegebenheiten angepasst worden, dennoch dürfe der Ritus nicht zu einer bequemen Routine in jeder einzelnen Pfarrei werden. Die Fastenzeit sei kein Zeitraum der Erleichterung, sondern der bewussten Anstrengung, betont der Bischof. Gerade das Aufbrechen aus der eigenen Umgebung und das gemeinsame Unterwegssein seien Teil der geistlichen Übung.

Als Beispiele nennt Irenei zentrale Feierorte in Großbritannien, der Schweiz sowie im Benelux-Raum, zu denen Gläubige aus weiten Entfernungen anreisen. Er ruft dazu auf, Fahrgemeinschaften zu bilden, gemeinsam zu beten und die Teilnahme am Ritus als freudiges Opfer zu verstehen, das zur inneren Umkehr und zur Vorbereitung auf das Osterfest beitrage.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ein orthodoxes Typikon aus dem 19. Jahrhundert von Schottland nach Bulgarien zurückgeführt wurde.

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