In Antakya began Gemeinde Wiederaufbau nach Erdbeben
Die Kirche vor dem Erdbeben. Foto: JesusLiebtEuch33
Drei Jahre nach den schweren Erdbeben in der Südosttürkei hat die antiochenische-orthodoxe Gemeinde in Antakya (früher Antiochien) mit dem Wiederaufbau ihrer Kirche begonnen. Das Gotteshaus aus dem 19. Jahrhundert war bei der Katastrophe weitgehend zerstört worden, nur Teile der Außenmauern blieben erhalten. In einer Stadt, deren historische Altstadt noch immer von Trümmern geprägt ist, gilt das Projekt als sichtbares Zeichen des Neuanfangs. Darüber berichtete koelsch-radio.
Die kleine christliche Gemeinde mit rund 400 Familien war nach dem Erdbeben zunächst in andere Landesteile verstreut worden. Inzwischen sind viele zurückgekehrt. Nach Angaben des Gemeindevorsitzenden Fadi Hurdigil kamen allein innerhalb der Gemeinde 41 Menschen ums Leben. Die Kirche habe für die Gläubigen eine besondere Bedeutung, da sie nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein wichtiger Raum für Gemeinschaft und seelische Bewältigung des Erlebten sei. Der Wiederaufbau wird mittlerweile staatlich unterstützt.
Die Erdbeben vom 6. Februar 2023 mit den Stärken 7,7 und 7,6 forderten in der Türkei mehr als 53.000 Todesopfer, besonders betroffen war die Provinz Hatay. Während einige religiöse und öffentliche Gebäude bereits neu errichtet wurden, ist der Alltag für viele Bewohner weiterhin von Baustellen und provisorischen Unterkünften geprägt. Der Wiederaufbau der Kirche in Antakya soll nach Schätzungen noch etwa zwei Jahre dauern und wird von der Gemeinde als erster Schritt auf einem langen Weg der Erholung verstanden.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass auf dem Heiligen Berg Athos sich ein Erdbeben ereignet hat.
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