Zwei Lebenswege zwischen Sinnsuche und Glauben

Dragutin und Ephraim im Gespräch mit Podcaster Leo über ihren Weg zur orthodoxen Spiritualität und die Entstehung der Theosis-App. Foto: Screenshot YouTube

Dragutin und Ephraim im Gespräch mit Podcaster Leo über ihren Weg zur orthodoxen Spiritualität und die Entstehung der Theosis-App. Foto: Screenshot YouTube

In einem ausführlichen Podcastgespräch geben Dragutin und Ephraim, die Entwickler der orthodoxen Theosis-App, persönliche Einblicke in ihren Lebensweg und ihre geistliche Motivation. Im Mittelpunkt der Folge stehen biografische Brüche, existenzielle Krisen und die Suche nach Wahrheit, die beide schließlich zum orthodoxen Christentum führte. Veröffentlicht wurde das Gespräch auf dem YouTube-Kanal des Podcasters „Ketzer der Neuzeit“.

Die Gesprächspartner schildern offen Erfahrungen mit Drogenkonsum, Esoterik, Selbstoptimierung und beruflichem Erfolg, die sich trotz äußerer Erfüllung als innerlich leer erwiesen. Beide berichten, dass weder Disziplin noch Erkenntnis oder Leistung die grundlegenden Fragen nach Sinn, Schuld und Hoffnung beantworten konnten. Der Wendepunkt sei für sie die ehrliche Konfrontation mit dem eigenen Scheitern und die bewusste Hinwendung zu Christus gewesen.

Ephraim beschreibt einen Moment existenzieller Zuspitzung, in dem aus Anklage und Verzweiflung erstmals ein persönlicher Bezug zu Gott entstand. Dragutin zeichnet seinen Weg vom wirtschaftlichen Erfolg über exzessiven Lebensstil und Suchtproblematik bis hin zur Einsicht nach, dass Selbstoptimierung und Motivationstraining keine tragfähige Antwort auf innere Leere bieten. Beide betonen, dass Umkehr und Demut zentrale Voraussetzungen für geistliche Heilung seien.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf theologischen Fragen. Die Podcastgäste setzen sich kritisch mit der Vorstellung auseinander, alle Religionen würden im Kern dasselbe lehren, und erläutern Unterschiede im Gottesverständnis. Zugleich sprechen sie über soziale Medien als Wirkungsraum, persönliche Verantwortung angesichts von Reichweite sowie die Gefahr geistlichen Hochmuts.

Das Gespräch beginnt bewusst mit einem orthodoxen Gebet und ist geprägt von dem Anliegen, nicht die eigene Person, sondern Christus in den Mittelpunkt zu stellen. Die Theosis-App verstehen Dragutin und Ephraim als Frucht dieses Weges: als Werkzeug, das orthodoxe Spiritualität zugänglich machen und Menschen bei Gebet, Orientierung und Glaubensvertiefung unterstützen soll.



Die UOJ berichtete zuvor über Photisis TV, einen neuen orthodoxen Medienkanal für den deutschsprachigen Raum.

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