Metropolit Tychikos von Paphos reicht erneut Berufung in Konstantinopel ein
Metropolit Tychikos von Paphos. Foto: orthodoxia.info
Metropolit Tychikos von Paphos hat erneut Berufung beim Ökumenischen Patriarchat eingelegt – diesmal gegen die Entscheidung des Heiligen Synods der Orthodoxen Kirche von Zypern, ihn auf unbestimmte Zeit vom Dienst zu suspendieren.
Dies teilte Erzbischof Georgios von Zypern mit und äußerte sich besorgt darüber, dass Metropolit Tychikos die Entscheidungen der Kirchenleitung konsequent anficht und sich dabei sowohl an staatliche Gerichte als auch an kirchliche Instanzen wendet.
Nach den Worten des Oberhaupts der Kirche von Zypern wirft eine solche Praxis ernsthafte Fragen auf und trägt nicht zur Lösung der Krise bei.
Gleichzeitig erklärte Erzbischof Georgios, dass die Ausarbeitung der neuen Satzung der Kirche von Zypern in den nächsten drei bis vier Monaten abgeschlossen sein werde, woraufhin die Heilige Synode mit dem Verfahren zur Wahl eines neuen Metropoliten von Paphos beginnen werde.
Die geplanten Änderungen seien grundsätzlicher Natur und zielten darauf ab, die Einheit der Kirche zu stärken und Konflikte und Auseinandersetzungen, auch auf Gemeindeebene, zu verhindern.
Dabei betonte der Erzbischof, dass bei der Entscheidungsfindung die Stimmung und die Wahrnehmung der Geschehnisse seitens der Gläubigen berücksichtigt werden.
Abschließend erklärte der Primas der Kirche von Zypern, dass die Angelegenheit um Metropolit Tychikos dem Ansehen der Kirche keinen Schaden zugefügt habe, und merkte an, dass es gelungen sei, schwerwiegendere Folgen zu vermeiden, die zu Spaltungen hätten führen können.
Gleichzeitig kritisierte Erzbischof Georgios die Griechisch-Orthodoxe Kirche für ihre seiner Meinung nach verspätete Reaktion auf das Problem des „Nicht-Gedenkens” und erklärte, dass Russland versuche, die entstandene Situation zu nutzen, um eine Spaltung in der orthodoxen Welt zu schüren.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Metropolit Tychikos vor Gericht gehen werde, um seine Position als Bischof von Paphos wiederzuerlangen.
Lesen Sie auch
Serbien stellt weitere Mittel für Fertigstellung der Kirche des Heiligen Sava bereit
Abkommen am Vidovdan unterzeichnet – Präsident Vučić und Patriarch Porfirije würdigten Kirche als geistliches und nationales Symbol
Patriarch Porfirije: Fürst Lazar bleibt Vorbild christlicher Treue
Serbisch-orthodoxes Kirchenoberhaupt würdigte den heiligen Fürsten zum Vidovdan als Orientierung für Glauben, Einheit und Frieden
Hessen: gemeinsamer Religionsunterricht für katholische und evangelische Schüler
Neues konfessionell-kooperatives Modell startet im Schuljahr 2026/2027 und soll bis 2030 evaluiert werden
Heiliger Stuhl unterstützt UN-Initiative für Moratorium bei Leihmutterschaft
Gemeinsame Erklärung mit Italien, Chile und Kamerun fordert Aussetzung der Praxis als Schritt zu einem internationalen Verbot
Traditionelle Familienwerte im Mittelpunkt einer Parade in Nordmazedonien
Veranstaltung in Bitola als Reaktion auf die Skopje Pride – Organisatoren betonten friedlichen Charakter und Schutz der Familie
In Ungarn drohen einem Mann bis zu drei Jahre Haft wegen entfernter LGBT-Flaggen
Einem Mann, der LGBT-Flaggen von der Elisabethbrücke in Budapest entfernte, drohen eine Geldstrafe und bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.