„Lassen wir Christus in unser Herz und drehen wir unseren Kurs wieder zu Gott“

Diakon Igor Willimowski verwies in seiner Predigt auf die nahende Fastenzeit. Foto: Screenshot YouTube
Am 25. Januar 2026 predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld (ROK) über das Evangelium vom Oberzöllner Zachäus. Er stellte dabei heraus, wie wichtig die innere Umkehr und die spirituelle Standortbestimmung im Leben eines Christen sind. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
Diakon Willimowski verband in seiner Predigt die Lesung vom Oberzöllner Zachäus (Lk 19,1–10) mit der bevorstehenden Fastenzeit und der sogenannten Vorfastenzeit. Er betonte, dass die christliche Umkehr, das sogenannte „Umgeisten“, wie eine Kurskorrektur auf einem Schiff sei: Wer vom Weg zu Gott abgekommen sei, solle rechtzeitig den geistlichen Kurs ändern, um das Ziel, die Nähe zu Gott, wieder zu erreichen.
Anhand des Evangeliums erläuterte er den Verlauf von Zachäus’ Umkehr in mehreren Schritten: Zuerst seine Neugier auf Jesus, dann seine aktive Einladung, ihn zu Gast zu haben, trotz der kritischen Beobachtung durch seine Mitmenschen. Schließlich erfolgte das konkrete Sündenbekenntnis und die Wiedergutmachung: Zachäus versprach, die Hälfte seines Besitzes den Armen zu geben und das Unrecht, das er anderen zugefügt hatte, vierfach zu ersetzen. Willimowski hob hervor, dass dies ein Muster für die persönliche geistliche Standortbestimmung darstelle.
Die Predigt machte deutlich, dass Christus zu den Sündern komme, um sie zu heilen, und dass die Kirche primär eine Heilanstalt für die Bedürftigen sei. Durch die konsequente Umkehr und das bewusste Ausrichten des Lebens auf Gott könne jeder Mensch „zu einem Sohn Abrahams“ werden, wie es Jesus Zachäus zusprach.
Willimowski schloss mit dem Appell, die kommende Fastenzeit bewusst für eine geistliche Standortbestimmung und Kurskorrektur zu nutzen, Christus ins Herz zu lassen und sich von allem zu lösen, was vom Weg zu Gott abhalte.
Die UOJ berichtete zuvor, dass im serbisch-orthodoxen Kloster Visoki Dečani das Fest des Ehrwürdigen Theodosius begangen wurde.
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