Buchvorstellung in Nürnberg: Dialog zwischen Orthodoxie und Psychiatrie
Priester Athanasie Ulea (r.) bei der Vorstellung seines Buches in der Nürnberger Kathedrale „Heiliger Märtyrer Demetrios“, links Mönchspriester Ioan Popoiu. Foto: Metropolie
Priester Athanasie Ulea, rumänisch-orthodoxer Geistlicher, Psychiater und Psychotherapeut aus München, stellte am 23. Januar 2026 in der Nürnberger Kathedrale „Heiliger Märtyrer Demetrios“ sein neues Buch „Athonitische Dialoge über die verwundete Seele“ vor. Die Neuerscheinung verbindet orthodoxe Spiritualität mit medizinisch-psychiatrischer Perspektive, wie die rumänisch-orthodoxe Metropolie auf ihrer Webseite berichtete.
Das rumaänischsprachige Werk versammelt Dialoge zwischen dem Athons-Mönch Theologos von der Lacu-Einsiedelei und Piester Athanasie Ulea. Es behandelt zentrale Themen wie Depression, Angstzustände, Scham, innere Freiheit sowie die Rolle von Familie und Kirche in der Jugenderziehung. In ausgewogener und verständlicher Sprache schlägt es eine Brücke zwischen orthodoxer Theologie und Medizin. Vorgestellt wurde der Autor von Mönchspriester Ioan Popoiu, kirchlicher Verwaltungsberater der rumänisch-orthodoxen Erzdiözese für Deutschland, Österreich und Luxemburg.
In seinem Vortrag erläuterte Priester Athanasie Ulea die Entstehung des Buches aus einer Reihe von Online-Dialogen, die ursprünglich als Antworten auf häufige Fragen von Gläubigen gedacht waren. Ziel sei es nicht, komplexe Theorien darzustellen, sondern psychische Erkrankung und spirituelles Leiden für den durchschnittlichen Leser verständlich zu machen und die Verbindung zwischen Psyche und Geist aufzuzeigen.
Abschließend sprach der Autor über das Mönchtum als Zeugnis in der Welt, den Einsatz digitaler Medien zur Verkündigung sowie über Unterschiede zwischen Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Eine Fragerunde zu Depressionen, Suchterkrankungen und zwischenmenschlichen Beziehungen sowie eine Autogrammstunde beschlossen den Abend. Weitere Buchvorstellungen in rumänischen Gemeinden im deutschsprachigen Raum sind geplant.
Die UOJ berichtete zuvor, dass im serbisch-orthodoxen Kloster Visoki Dečani das Fest des Ehrwürdigen Theodosius begangen wurde.
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