Diakon Igor Willimowski: „Stelle Gott an die erste Stelle“

Diakon Igor Willimowski bei seiner Predigt in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube

Am 18. Januar 2026, dem Sonntag vor Theophanie, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld (ROK) über die Gestalt Johannes des Täufers als Vorläufer Christi und die Bedeutung der Umkehr im Evangelium nach Markus (1,1–8). Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.

Ausgehend vom Beginn des Markusevangeliums stellte Diakon Igor Willimowski Johannes den Täufer als den im Alten Testament angekündigten Boten vor, der den Weg für das Kommen Jesu Christi bereitet. Johannes erscheine dabei sowohl als letzter großer Prophet des Alten Bundes als auch als erster Heiliger des Neuen Testaments und bilde so eine Brücke zwischen beiden Heilsgeschichten.

Besonderes Gewicht legte der Prediger auf die Bußpredigt und die Taufe des Johannes in der Wüste. Diese Taufe sei noch nicht identisch mit der christlichen Taufe im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit, weise jedoch bereits auf sie hin, indem sie das Sündenbekenntnis und die innere Umkehr in den Mittelpunkt stelle. Auch der bewusste Gang des Volkes in die Wüste verdeutliche den notwendigen inneren und äußeren Weg der Vorbereitung.

Johannes’ asketische Lebensweise und seine einfache Kleidung deuteten laut dem Geistlichen zugleich auf das Wesen des kommenden Messias hin, dessen Herrschaft nicht in äußerer Macht und Pracht, sondern in geistlicher Autorität bestehe. Johannes selbst habe seine begrenzte Rolle erkannt und demütig auf den verwiesen, der nach ihm komme und stärker sei als er.

Abschließend übertrug der Diakon diese Haltung auf das geistliche Leben der Gläubigen. Die Taufe bedeute einen Weg des Vertrauens auf Gott und eine Abkehr vom eigenen Egoismus. Christliches Leben erfordere die beständige Prüfung des eigenen Handelns im Licht des göttlichen Willens und das bewusste Gebet um Gottes Führung im Alltag.



Die UOJ berichtete zuvor, dass orthodoxe Bischöfe die Idee einer „Bosnischen Orthodoxen Kirche“ scharf zurückwiesen.

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