Die Kirche feiert die Beschneidung des Herrn
Ikone der Beschneidung des Herrn. Foto: tatmitropolia.ru
Am 14. Januar nach dem neuen Kalender feiert die Orthodoxe Kirche eines ihrer großen Feste – die Beschneidung des Herrn, ein Ereignis, das im Lukasevangelium (Lk 2,21) erwähnt wird.
Nach der Vorschrift des Alten Testaments musste jeder jüdische Junge am achten Tag nach seiner Geburt beschnitten werden, als Zeichen des Bundes Gottes mit dem gerechten Abraham und seinen Nachkommen (Gen 17,10–14; Lev 12,3). Dieser Ritus bedeutete die Aufnahme eines Menschen in das Volk Israel.
Aus diesem Grund unterzog sich auch der Herr Jesus Christus, der als Nachkomme Davids von der Heiligen Jungfrau Maria geboren wurde, diesem gesetzlichen Brauch. Am Tag seiner Beschneidung wurde ihm der Name Jesus gegeben, wie es der Erzengel Gabriel verkündet hatte (Lk 2,21).
Das Fest hat eine wichtige theologische Bedeutung. Am Ende des 1. Jahrhunderts verbreitete sich unter den Christen die Häresie des Doketismus (von griechisch dokeо – „scheinen”), deren Anhänger behaupteten, Christus hätte kein echtes menschliches Fleisch gehabt und sei nur „als Mensch erschienen”.
Das evangelische Zeugnis, dass der Erlöser wie ein gewöhnliches Kind beschnitten wurde, war ein wesentliches Argument zur Verteidigung der Wahrheit über seine echte Menschwerdung. Diese Tatsache bestätigte, dass Christus echte menschliche Natur angenommen hatte und nicht nur eine Scheinform.
Als liturgischer Feiertag wurde die Beschneidung des Herrn im 4. Jahrhundert im Kirchenkalender verankert. Der Kanon für diesen Feiertag wurde vom Ehrwürdigen Stephan Savvait verfasst.
Zuvor hatte die UOJ über die Ankündigung Metropolit Isaaks zur Veröffentlichung eines neuen theologischen Werkes berichtet.
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